Planung für 2017

Sonntag bleibt Tag der Moorenweiser Narren

Moorenweis – Seit Jahrzehnten findet der Faschingsumzug in Moorenweis regelmäßig und in gewissen Abständen am Faschingssonntag statt. Und das soll auch so bleiben, obwohl 2017 zeitgleich ein Gaudiwurm durchs benachbarte Geltendorf zieht.

Der Moorenweiser Faschingszug findet ohnehin nur alle drei oder vier Jahre statt. Um sich dann nicht gegenseitig die Zuschauer streitig zu machen, hatten die Verantwortlichen vom TSV Moorenweis über eine Terminverschiebung nachgedacht. Doch letztlich siegte die Tradition.

Viele Zuschauer, hohe Einnahmen

„Es gab im Vorstand die Überlegung, dem Geltendorfer Umzug aus dem Weg zu gehen, damit wir uns keine Konkurrenz machen“, sagt Franz Seiler, Leiter des Faschingsausschusses beim TSV. Viele Zuschauer sind nicht nur gut für die Stimmung, sie bedeuten auch Einnahmen aus dem Verkauf von Festzeichen.

Bürgermeister Schäffler (CSU) als Rothaut

Im kommenden Jahr werden im 13 Kilometer entfernten Schmiechen (Landkreis Aichach-Friedberg) und in Gernlinden (Gemeinde Maisach) ebenfalls am Faschingssonntag die Narren durch die Straßen ziehen. Trotzdem entschied man beim TSV, am gewohnten Tag festzuhalten.

„Die Tradition ist uns wichtiger als finanzielle Aspekte“, stellt Seiler klar. Schon seit den 1960er-Jahren gibt es in Abständen von drei oder vier Jahren Faschingsumzüge in Moorenweis, und zwar immer am Sonntag vor dem Rosenmontag. „Das war noch nie anders.“ Schließlich ist am letzten Wochenende der narrischen Zeit der Feier-Pegel am Anschlag. Insofern erschien der angedachte Ausweichtermin – der Sonntag eine Woche vorher – wenig attraktiv. Auch der Faschingsdienstag kam nicht in Frage, denn dann finden die großen Umzüge in Mammendorf und Olching statt. Und gegen die wollen die Moorenweiser nicht antreten.

100 Jahre TSV im Jahr 2020

Richtig los gehen die Vorbereitungen erst Ende November. Dann verschicken die Organisatoren an alle aktiven Teilnehmer vom letzten Umzug 2014 einen Brief mit den aktuellen Regularien und gesetzlichen Auflagen. Wer sich schon sicher ist, dass er wieder mitmachen will, kann sein Thema aber auch schon jetzt bei Seiler anmelden.

Da der Zug abwechslungsreich sein soll, wollen die Organisatoren vermeiden, dass sich Themen zu oft wiederholen. „Das hat sich in der Vergangenheit gut bewährt“, so Seiler. „Die Gruppen sind da sehr verständnisvoll. Sie wollen sich ja auch nicht gegenseitig Konkurrenz machen.“

Üblicherweise findet der Moorenweiser Faschingsumzug nur statt, wenn die närrische Saison recht lang ist. Man hofft dann auf bereits mildere Temperaturen. Der Gaudiwurm 2017 wird der letzte bis zu dem im Jahr 2020 sein, wenn der TSV sein 100-jähriges Bestehen feiert. Dann soll auf jeden Fall ein Faschingsumzug stattfinden – egal, wie lang oder kurz die fünfte Jahreszeit ausfällt. (os)

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