Joseph Schäffler würde die Sozialstation nahe des Kindergartens bauen.

Mit Tagespflege

Sozialstation in Moorenweis angedacht

Ein Zukunftsprojekt hat Joseph Schäffler (CSU) bei der Bürgerversammlung in der TSV-Halle angesprochen. Der Rathauschef wünscht sich für Moorenweis ein Sozialzentrum mit Tagespflege, Gastronomie und weiteren Einrichtungen.

Moorenweis – Einen Standort hat Schäffler bereits im Auge. In Frage komme ein kirchliches Grundstück neben dem Kindergarten, das die Gemeinde unter Umständen in Erbpacht erwerben könnte. Hier stellt sich Schäffler eine Sozialstation vor, in der unter anderem eine Seniorentagespflege Plätz hätte. Dass hierfür Bedarf besteht, weiß die Gemeinde spätestens seit der Seniorenbefragung im Jahr 2015. Eine Mensa mit großer Küche könnte die Mahlzeiten für „Essen auf Rädern“ zubereiten sowie ein Dorfcafé betreiben, das nach Schäfflers Vorstellung nicht nur für ältere Mitbürger attraktiv wäre.

Das Büro der Nachbarschaftshilfe sowie Räumlichkeiten für Kranken- und Mittagsbetreuung könnten ebenfalls in dem Sozialzentrum untergebracht werden. Im Moment befinde sich das Projekt aber noch im Stadium der Ideensammlung, so Schäffler vor rund 80 Anwesenden.

Eine weitere Vision könnte Wirklichkeit werden, falls eine Ortsumgehung gebaut wird. Wenn man den Durchgangsverkehr auf der Staatsstraße 2054 aus Moorenweis herausbringen könnte, ergäbe sich die Möglichkeit für einen Dorfplatz zwischen Rathaus und Kirche. „Aber das ist ein Projekt für die nächste Generation“, schränkte Schäffler ein. Wichtig sei es allerdings, jetzt die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen.

Ein näherliegendes Vorhaben ist die Erweiterung des Gewerbegebiets um rund drei Hektar. Außerdem möchte Schäffler ein soziales Wohnbauprojekt südlich der Tulpenstraße anstoßen und dort auch Facharbeiter-Wohnungen unterbringen. An bauwillige Einheimische will die Gemeinde heuer zwei Grundstücke verkaufen. Insgesamt verfügt sie noch über acht Flächen, die im Baugebiet Moosfeld Ost, in Grunertshofen und in Dünzelbach liegen.

Nach Schäfflers einstündigem Bericht hatten die Bürger nur noch wenige Fragen – unter anderem zum Thema Verkehr. Zur Sprache kamen eine weitere Variante für die Ortsumgehung, aber auch das Schicksal der St.-Margareth-Straße. Ob deren Ausbau angesichts der Umfahrungspläne nun „bis zum Sankt-Nimmerleinstag geschoben“ werde, wollte ein Bürger wissen.

In dieser Sache müsse die Gemeinde mit dem Landkreis verhandeln, erwiderte Schäffler. „Aber so weit sind wir noch nicht.“

Fortbestand der Apotheke fraglich

Neben den Standard-Themen Hundehaufen, Heckenschnitt und Temposündern beschäftigt die Bürger die Zukunft der örtlichen Apotheke. Nach wie vor besteht an dieser Stelle der Wunsch nach einer Querungshilfe über die Staatsstraße, die die Gemeinde aber wohl nicht bekommen wird. Dass die Apotheke bestehen bleibt, wenn sich die derzeitige Inhaberin zur Ruhe setzt, hoffen Bürgermeister und Bürger. Ein Gespräch zu diesem Thema stehe auf seiner To-Do-Liste für die nächsten Monate, versicherte Schäffler. Unter Umständen könne man den Apothekenstandort ins Gewerbegebiet verlegen – sofern sich ein Betreiber findet. (os)

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