flächendeckender ausbau

Steinbach bekommt zuerst Glasfasernetz

Der Masterplan für ein flächendeckendes Glasfasernetz in der Gemeinde Moorenweis steht – und beim Ausbau der Kreisstraße in Steinbach kommt er das erste Mal zum Tragen. Die notwendigen Rohre mitsamt Glasfasern werden beim Tiefbau mitverlegt, so dass die Steinbacher als erste in den Genuss einer optimalen Breitbandversorgung kommen.

Moorenweis – Andreas Achatz vom Planungsbüro IK-T stellte im Gemeinderat den Masterplan im Detail vor. „Für Netzbetreiber ist der Glasfaserausbau im ländlichen Raum nicht rentabel“, so der Planer. Deswegen wird die Gemeinde eine eigene Leerrohr-Infrastruktur schaffen und dabei die Synergieeffekte mit anderen Baumaßnahmen nutzen. Sprich, jedes Mal, wenn eine Straße sowieso aufgerissen werden muss, werden die Rohre für Glasfaserkabel mitverlegt. Auf diese Weise kann massiv Geld gespart werden, denn der Tiefbau auf öffentlichem Grund macht mehr als 40 Prozent der Ausbaukosten aus.

Einige Gebiete der Gemeinde sind mit weniger als 30 M-Bit unterversorgt, darunter die Weiler Römertshofen, Albertshofen, Windach, Brandenberg und Hohenzell sowie der nördliche Bereich von Moorenweis. Hier erhält Moorenweis für den Ausbau Fördermittel vom Freistaat und wird in absehbarer Zeit entsprechende Aufträge vergeben. „Momentan läuft die Angebotsbewertung“, so Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU). Die Glasfaserverlegung in den förderfähigen Gebieten soll bis Herbst 2019 abgeschlossen sein.

Unabhängig davon betreibt die Telekom den eigenwirtschaftlichen Ausbau ihres Netzes mit der sogenannten VDSL-Technik. Dabei werden Glasfaserkabel bis zu den Verteilerkästen am Straßenrand verlegt, für das letzte Stück bis zum Privatanschluss aber die vorhandenen Kupferleitungen genutzt. Diese werden mit Hilfe des Vectoring-Verfahrens optimiert. So sollen Download-Geschwindigkeiten von mindestens 50 MBit pro Sekunde erreicht werden.

Geschwindigkeiten von 20 MBit/s

Moorenweis will aber mit Hilfe des Masterplans mittelfristig Geschwindigkeiten von 200 MBit realisieren. „Ich will nicht nur das Notwendigste machen“, so Schäffler. „Denn Glasfaser ist die Zukunft.“ (os)

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