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Die Ortsdurchfahrt von Windach

Moorenweis

Umgehungsstraße vorerst gestorben - aber eine Engstelle kann beseitigt werden

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Die Verhandlungen über eine Ortsumgehung von Moorenweis sind gescheitert. Dennoch ist geplant, die bereits bestehende Straße zu ertüchtigen und neue Geh- und Radwege zu bauen  - und eine Engstelle zu beseitigen.

Moorenweis –Eine Umfahrung des Ortes, wie zuletzt angedacht, wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Die Engstelle in Windach aber kann beseitigt werden. Gleichzeitig laufen weitere Planungen an.

Nach einer Machbarkeitsstudie hatten sich die Verantwortlichen im Landkreis und in der Gemeinde auf eine Trasse für die Umfahrung im Süden des Ortes geeinigt. Die zwischenzeitlich von der Gemeinde Moorenweis mit den betreffenden Landwirten geführten Gespräche seien bisher für den entsprechenden Korridor aber zu keinem positiven Ergebnis gekommen, heißt es in einem Papier, das jetzt im Planungsausschuss des Kreistags vorgelegt wurde. „Eine kurze oder mittelfristige Lösung zur Grundabtretung auf freiwilliger Basis ist momentan nicht gegeben“, heißt es in dem Papier weiter. Sprich: Die Umfahrungs-Pläne sind erst mal vom Tisch.

Bestandstrasse soll erneuert werden

Weil der Zustand der Kreisstraße FFB 16 im Bereich der St.-Margareth-Kirche aber sehr schlecht sei und weil der Abschnitt von der Kirche bis in den Wald Richtung Dünzelbach in absehbarer Zeit erneuert werden müsse, schlägt die Verwaltung eine neue Lösung vor: Was sich auf der Bestandstrasse befindet, wird losgelöst von der Umfahrungsidee als erster Bauabschnitt betrachtet und entsprechend überplant. Dabei soll beispielsweise auch die Kurve an der Maisach begradigt werden, die Brücke wird erneuert. Obwohl man sich auf der Bestandstrasse befindet, werde man Grund erwerben müssen, sagte ein Sprecher des Tiefbauamts.

Zustimmung im Ausschuss

Die Loslösung von der Umfahrung stieß auf breite Unterstützung im Ausschuss. „Wir unterstützen den ersten Bauabschnitt in der Hoffnung, dass wir doch mal Grundstücke bekommen, um die St.-Margarethen-Straße zu entlasten mit dem zweiten Bauabschnitt“, sagte etwa Johann Wörle (CSU). Denn die St.-Margarethen-Straße könne innerorts aus Platzgründen schlicht nicht ausgebaut werden. Auch der Moorenweiser Kreisrat Rudi Keckeis (FW) begrüßte das Vorgehen mit dem ersten Bauabschnitt. Es rolle viel Schwerlastverkehr durch den Ort. Über jeden Tag, an dem einem Schulkind nichts passiere, könne man zufrieden sein. Das Vorgehen wurde einstimmig abgesegnet.

Ebenfalls deutlich wurde in der Sitzung, dass eine Lösung für ein altbekanntes Problem in greifbare Nähe gerückt ist: Die Engstelle im Ortsteil Windach kann beseitigt werden, da der Eigentümer Bereitschaft zum Verkauf des notwendigen Grunds signalisiert habe, heißt es in einem Papier der Kreisverwaltung.

Insgesamt soll die Straße zwischen Moorenweis und Windach erneuert werden. Es entsteht auch ein Geh- beziehungsweise ein Geh- und Radweg. Der Gehweg beginnt am nördlichen Rand von Windach auf der Ostseite der Kreisstraße. Ab dem südlichen Ortsende Windach wird er zum Geh- und Radweg, in Moorenweis selbst dann wieder zum Gehweg. Die Baukosten insgesamt werden derzeit auf rund 2,55 Millionen Euro geschätzt. Moorenweis muss wohl rund 750 000 Euro davon tragen. Die Kreisverwaltung wurde in der Sitzung einstimmig ermächtigt, mit den nötigen Grundstücksverhandlungen zu beginnen.

Der Geh- und Radweg

Mit dem Ausbau der Straße zwischen Moorenweis und Windach soll mit dem Geh- und Radweg ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit gerade für Schüler geleistet werden. Für den Geh- und Radweg sei umfangreicher Grundbesitzerwerb nötig, heißt es in einem Papier der Kreisverwaltung. Der Gehweg soll mindestens 1,80 Meter breit werden, der Geh- und Radweg 2,50 Meter. Bei der vorhandenen Straße muss der Unterbau bis zu einer Tiefe von 75 Zentimetern erneuert werden, da er nicht frostsicher ist. Der Untergrund ist hier nicht besonders tragfähig. Deshalb müssten zusätzlich 30 Zentimeter Boden ausgehoben werden. Auch der Kanal muss erneuert werden. Die Durchlässe für die Maisach und den Maisachgraben müssen verbreitert beziehungsweise erneuert werden.

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