In Purk bei Moorenweis

Wartehäuschen im Classic-Modell

Ein neues Buswartehäuschen für Purk – dieser vermeintlich unspektakuläre Tagesordnungspunkt löste im Moorenweiser Gemeinderat einige Diskussionen aus. Die Wahl fiel schließlich auf ein Modell aus Sicherheitsglas und Aluminium.

Purk–  Bürger des Moorenweiser Ortsteils hatten beantragt, das bestehende Wartehäuschen zu ersetzen. Laut Verwaltung ist es um die 40 Jahre alt und „Marke Eigenbau“. Neben allgemeiner Abnutzung hat es den Nachteil, uneinsehbar zu sein. „Es kam mehrmals vor, dass Unbekannte in dem Unterstand ungestört ihre Notdurft verrichteten“, hieß es im Sachvortrag. Außerdem sehen Fahrgäste den Bus nicht kommen.

Das Thema wurde bei der September-Sitzung zurückgestellt, weil der Gemeinderat davon ausging, dass auch aus anderen Ortsteilen entsprechende Anträge eingehen würden. Um sich einen Überblick zu verschaffen, wurde die Verwaltung beauftragt, alle elf Buswartehäuschen im Gemeindegebiet zu fotografieren. Während Manfred Mahl (Bürgervereinigung) diesen Aufwand übertrieben fand, lobte Hubert Leib (CSU) die Mühe. Es wurde sogar ein Gestaltungsbeispiel aus Prittriching (Landkreis Landsberg) eingeholt.

Zur Entscheidung lagen nun drei Varianten vor. Neben dem „Unterstand Classic“ einer Freiburger Firma für rund 2700 Euro gab es die Überlegung, von einem ortsansässigen Zimmermann ein Modell aus Holz und Glas anfertigen zu lassen. Oder lediglich am bestehenden Häuschen die hölzernen Seitenteile durch Sicherheitsglas zu ersetzen. Wolfgang Vogt (CSU) favorisierte diese Idee als „billigste und einfachste Lösung“. Rudi Keckeis (Bürgervereinigung) fand die Glas- und Alu-Variante unpassend für das Purker Ortsbild und sprach sich für ein Holzhäuschen aus. Dagegen protestierte Manfred Mahl: Holz sei wartungsintensiv und werde nach einigen Jahren unansehnlich. Für ihn kam deshalb nur der „Unterstand Classic“ in Frage. Der erhielt dann mit 12:5 Stimmen auch den Zuschlag. (Ulrike Osman)

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