Auf dem Weg zum Fliegerhorst-Museum

Fürstenfeldbruck - Nach dem Abzug der Bundeswehr soll ein Museum oder Gedenkort an die Geschichte des Fliegerhorstes erinnern. Darüber diskutieren Wissenschaftler diesen Samstag bei einem Kolloquium.

Stadtarchivar Gerhard Neumeier hat das Kolloquium organisiert. Zwölf Referenten widmen sich dem Thema Erinnerungsort Fliegerhorst (siehe Kasten). „Wir wollen das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten“, erklärt Neumeier. Zudem solle es der Bevölkerung bekannt gemacht werden.

Denn die Geschichte von Fursty ist bislang kaum erforscht. „Die Gründungszeit fällt in den Nationalsozialismus“, erklärt Neumeier. „Der Fliegerhorst war damit integraler Bestandteil des Angriffs- und Vernichtungskrieges und auch Schulungszentrum.“ Aber auch die amerikanische Besatzungszeit und die Übernahme durch die Bundeswehr prägen die Entwicklung des Militärgeländes. Dies wolle man wertneutral erforschen und darstellen.

Die Referenten befassen sich unter anderem mit der wirtschaftlichen Bedeutung oder städteplanerischen Aspekten. Der Erinnerungsbeauftragte in Fursty spricht aus Sicht der Luftwaffe. Auch der Unterschied zu einem rein militärischen Museum wird ein Thema. Zuletzt geht es auch um den Erinnerungsort an das Olympia-Attentat. Denn man will keine Konkurrenz zur vom Landkreis geplanten Gedenkstätte. Auf die einzelnen, 20-minütigen Vorträge folgt eine kurze Diskussion. Die Zuhörer können die Vorträge verfolgen und Fragen aufschreiben, die in die Gespräche einfließen. „In der Abschlussdiskussion können die Bürger mitreden“, betont Neumeier.

Das Kolloquium dauert von 8.30 bis 18.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses. (imu)

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