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Ohne Auto ist Lisa R. aufgeschmissen. Doch ihr alter Kombi hat schon über 300 000 Kilometer auf dem Buckel. 

Weihnachtsaktion des Brucker Tagblatts

Mutter jobbt Tag und Nacht für ihre Kinder

Landkreis – Vier Kinder und zwei Jobs. Diese aufreibende Konstellation prägt das Leben von Lisa R.. Die alleinerziehende Mutter versucht tapfer, ihr unglaubliches Pensum zu bewältigen. Doch oft fällt es ihr schwer, den Kopf oben zu behalten.

Tagsüber ein Vollzeitjob bei einem Internetversand, nach Feierabend Kinder und Haushalt. Nach viel zu wenigen Stunden Schlaf wieder raus: Für einen Frühstücksdienst Semmeln ausfahren. Und dann beginnt alles wieder von vorne. Seit vier Jahren geht das so bei der gelernten Einzelhandelskauffrau. Damals flüchtete sie mit ihren Kindern vor ihrem gewalttätigen Ehemann.

„Er entwickelte sich zu einem regelrechten Tyrannen, ich durfte keinen Kontakt zu Freundinnen haben und geriet immer mehr in Isolation“, erzählt die 39-Jährige. Selbst die Telefonrechnungen kontrollierte der krankhaft eifersüchtige Macho. „Einige Wochen nach der Trennung zog er Gott sei Dank aus der ehelichen Wohnung aus“, sagt Lisa R.. Doch Möbel und Einrichtungsgegenstände nahm er mit. Die 39-Jährige ließ sicherheitshalber alle Schlösser auswechseln. Inzwischen fühlt sie sich mit ihren Kindern einigermaßen sicher. Aber: „Die beiden Mädchen haben immer noch Angst vor ihm und möchten ihn nicht sehen.“ Lisa R. ist froh, dass sie ihrer Ehe-Hölle entkommen ist. Und sie ist a uch bereit sich abzuschuften, um für sich und ihre Kinder ein eigenständiges, friedliches Leben zu finanzieren. Doch trotz ihrer beiden Jobs reicht es nach Abzug der Miete nur für das Nötigste. Die Kinder sind 16, 15, 13 und zehn Jahre alt. Sie bräuchten nicht nur bessere warme Kleidung, sondern auch Dinge für Schule und Ausbildung.

Laura, die älteste Tochter, macht eine Ausbildung zur Erzieherin. „Sie ist im ersten Lehrjahr und bräuchte dringend einen Computer für die Schule“, sagt die Mama. Doch das Geld dafür kann Lisa R. aus eigener Kraft nicht verdienen. Das tut der 39-Jährigen in der Seele weh. Sie legt größten Wert darauf, dass ihre Kinder solide Berufe erlernen – damit sie in der Zukunft ihren Weg gehen können und es besser haben.

Doch das dringendste Finanzproblem der Alleinerziehenden ist ein anderes. „Kürzlich musste ich unser altes Auto zum TÜV fahren, nach ein paar Reparaturen haben wir immerhin die Plakette bekommen.“ Aber dafür verbrauchte Lisa R. ihre letzten Reserven. Der alte Kombi hat über 300 000 Kilometer auf dem Buckel. „Wenn das Auto auch noch den Geist aufgibt, dann weiß ich gar nicht mehr weiter“, stöhnt die Mutter. Ohne den Wagen kommt sie nicht zur Arbeit.

Eine Finanzspritze von der Kette der helfenden Hände könnte den Grundstock für einen besseren Gebrauchtwagen legen. Zudem könnte Lisa R. in den Weihnachtsferien mit den Kindern mal ins Kino oder ins Hallenbad. Und vielleicht erfüllt das Christkind den innigsten Wünsch von Sohn Florian: neue Fußballschuhe. Aus den Alten ist der 13-Jährige rausgewachsen. (akk)

Anmerkung der Redaktion: 

Genauere Angaben zur Kette der Helfenden Hände finden sich unter diesem Link.

Die Kontonummern lauten: 

Sparkasse Fürstenfeldbruck

IBAN: DE23700530700008128126

BIC: BYLADEM1FFB

VR-Bank Fürstenfeldbruck

IBAN: DE93701633700000037788

BIC: GENODEF1FFB

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