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Profis und Hobbyfotografen aus ganz Deutschland kamen nach Bruck zum Ausprobieren, Kaufen und Fachsimpeln. fotos: Weber

Naturfototage in Bruck

Mutter Natur im Visier

Fürstenfeldbruck - Die Natur fotografisch in Szene zu setzen, ist nicht leicht. Tiere halten selten still, die Stimmung von Landschaften lässt sich oft schwer einfangen. Doch mit der richtigen Ausrüstung können tolle Aufnahmen gelingen. Bei den Naturfototagen gab’s alles, was das Fotografen-Herz begehrt.

Barbara Hammerl

Fürstenfeldbruck – Reglos sitzt der Adler im Schatten. Nur sein Auge fährt herum, wenn er ein leises Klicken hört. Das Geräusch kommt von den Kameras der rund fünfzig Fotografen, die sich im Halbkreis um das Tier geschart haben. Auch sie bewegen sich kaum, stehen gebeugt hinter ihren Stativen und blicken durch den Sucher. Die Objektive, durch die sie den Vogel beobachten, sind extra-lang und dick. Die Kameras, an die die Rohre geschraubt sind, wirken dagegen winzig. Alle Fotokünstler wollen das Federkleid des majestätischen Vogels gestochen scharf ablichten. Klick, Klick, Klick.

Bei den Naturfototagen im Brucker Veranstaltungsforum können sich Besucher nicht nur bei Ausstellern über die neuesten Gerätschaften schlau machen. Bevor sie Kamera oder Objektiv kaufen, können sie die Ausrüstungsgegenstände erst einmal ausprobieren – unter anderem am Greifvogel. Deshalb sind auch heuer wieder Profis und Hobbyfotografen aus ganz Deutschland nach Bruck gekommen – auch Burkhard Knüpel (53) aus Gräfelfing.

Frank Opitz

Der Landschaftsarchitekt stöbert sich im Obergeschoss der Tenne durch die Stände. Knüpel nutzt die Kamera bei der Arbeit und in seiner Freizeit. Er ist auf der Suche nach einem Stativ, denn gerade bei Landschafts- und Architekturaufnahmen brauche man eine ruhige Hand. „Ich schaue mir hier die Ausstellungsstücke gerne vor Ort an, das macht Hunger auf mehr“, sagt er. Auch Norbert Balleis probiert gerne alles aus, bevor er Geld ausgibt.

Der Hobbyfotograf möchte seine Ausrüstung ausbauen und sich vielleicht eine Zweitkamera anschaffen. „Als die Digitalkameras aufkamen, wollten auf einmal alle eine möglichst kompakte Kamera“, erinnert sich der Thierhauptener. „Jetzt stocken viele wieder auf. Ich auch.“ Balleis liebt es, Landschaften und Tiere zu fotografieren. Am liebsten in der Ferne. Balleis und seine Frau wollen sich deswegen im Veranstaltungsforum in Sachen Fotoreisen schlau machen. Das Traumziel der beiden: Afrika. „Ich würde gerne Großtiere wie Elefanten und Giraffen vor die Kamera bekommen“, sagt Balleis.

Burkhard Knüpel

Frank Opitz zieht es ebenfalls in die Ferne. Der Brucker möchte auf Motivsuche in die Nationalparks der USA oder nach Kanada fliegen. Weil er dann neben der Kamera auch mehrere Objektive mitnehmen muss, sucht er auf der Messe nach einem passenden Tragegurt für die mehr als sieben Kilo schwere Ausrüstung. Eventuell soll es dann auch gleich noch eine neue Kamera sein. „Hier gibt es tolle Fachleute. Vor sie einer Anschaffung hole ich mir da Tipps“, erklärt der 52-Jährige. Denn wenn er seinen Traum erfüllen kann und endlich einen Bären vor die Kamera kriegt, soll auch jedes Haar des Tieres auf dem Foto zu erkennen sein.

Für Friseurin Barbara Hammerl sind Vögel die Stars vor der Linse. Bei der Greifvogelschau verfolgte sie die Tiere aufmerksam durch den Sucher. Gemeinsam mit ihrem Mann unternimmt die Hobbyfotografin aus Augsburg gerne Ausflüge, um die schönsten Federkleider einzufangen. Im Netz macht sie sich zwar immer wieder schlau, welche kameratechnischen Neuerungen es gibt. „Aber bevor ich etwas kaufe, muss ich es einfach mal ausprobieren.“ Deswegen käme sie seit fünf Jahren zu den Naturfototagen, sagt sie.

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