Wenn ihre behinderte Schwester und ihre kranke Mama sie nicht brauchen, würde Lena gerne raus und sich austoben, aber sie hat keine warme Jacke und keine Winterstiefel.

Weihnachtsaktion der Heimatzeitung

Mutter von zwei Töchtern hat nur 900 Euro zum Leben

Landkreis – Ihr Mann verlässt sie nach 19 Ehejahren. Nun stehen Anabell M. und ihre zwei Töchter alleine da. Sie müssen mit 900 Euro im Monat auskommen. Der Unterhalt fließt noch nicht. 

Eine Scheidung ist nicht nur seelisch für Familien oft ein Drama – sondern auch finanziell. Wenn dann noch Krankheit und Behinderungen dazukommen, können Menschen aus der Mitte der Gesellschaft plötzlich am Rande des Abgrunds stehen.

Der Mann von Anabell M. hat Frau und zwei Töchter verlassen, nach 19 Ehejahren. Die Scheidung läuft, noch fließt kein Unterhalt. „Wir hängen seit der Trennung finanziell total in der Luft“, Selbst das Kindergeld wird derzeit noch auf das Konto des Vaters überwiesen. „Mein Mann hat mir monatelang nicht mitgeteilt, wie die Kindergeldnummer lautet, ich konnte keinen Antrag stellen“, erklärt Annabell M.

Sie selbst kann wegen einer schweren chronischen Krankheit nicht arbeiten. Außerdem muss sie sich um ihre Tochter Marie kümmern. Die 13-Jährige ist geistig behindert, geht in eine Förderschule und braucht auch daheim viel Betreuung. Anfangs lebte Marie beim Vater und dessen neuer Lebensgefährtin. Doch das Mädchen wollte unbedingt zurück zu Mama und Schwester. „Ich liebe meine Mama über alles“, sagt sie.

Ihre Schwester Lena ist 15 Jahre alt. Sie ist gesund und macht im Sommer ihren Abschluss in der Mittelschule. Sie hilft Mama und Schwester, aber Lena ist auch ein aufgeweckter Teenager. Sie will sich mit Freundinnen treffen, radln, und auch mal um die Häuser ziehen. Doch momentan bleibt sie meistens daheim. Nicht nur, dass ihr Fahrrad schon recht klapprig ist, sie hat auch schlicht keine vernünftige Winterkleidung, die sie gegen Kälte schützt. Für eine warme Jacke und Stiefel ist einfach kein Geld in der Familienkasse.

Mutter und Töchter müssen mit 900 Euro im Monat auskommen. Damit das Essen reicht, geht Mutter Annabell M. jede Woche zur Tafel. Weil sie keinen Führerschein hat – und natürlich kein Auto – muss sie mit dem Bus zur Lebensmittelausgabe fahren. Das bringt die Schwerkranke jedes mal an die Grenze ihrer Kräfte. Ein Antrag auf Sozialhilfe ist noch nicht beschieden. Anabel M. wird immer verzweifelter. „Ich weiß einfach nicht, wie es weitergehen soll.“ Die Kette der helfenden Hände will ihr und ihren Töchtern aus diesem Tief helfen.

Spendenkonten der Helfenden Hände

Sparkasse Fürstenfeldbruck

IBAN: DE23700530700008128126 BIC: BYLADEM1FFB 

VR-Bank Fürstenfeldbruck 

IBAN: DE93701633700000037788 BIC: GENODEF1FFB

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die S-Bahn in der Region Fürstenfeldbruck: Ihr Problem ist ihr Erfolg
Drei S-Bahn-Linien durchziehen den Landkreis Fürstenfeldbruck. Neben Bus und Auto stellt die S-Bahn das wichtigste Verkehrsmittel in der Region dar. Tausende Pendler und …
Die S-Bahn in der Region Fürstenfeldbruck: Ihr Problem ist ihr Erfolg
15-Jährige in Puchheim von zwei Männern sexuell belästigt
Eine 15-Jährige ist am frühen Montagmorgen auf dem Aubinger Weg zu ihrer Arbeit gelaufen und dabei sexuell belästigt worden.
15-Jährige in Puchheim von zwei Männern sexuell belästigt
Läufer bringen in Puchheim Höchstleistung trotz Hitze
Es waren extrem heiße Temperaturen  für einen Frühlingslauf: 160 Läufer starteten in Puchheim. Nicht jeder wusste, mit dem Tropenklima umzugehen.
Läufer bringen in Puchheim Höchstleistung trotz Hitze
„Das Wichtigste ist die Liebe, der Rest kommt von ganz allein“
„Ich lese diese Geschichten über Diamanthochzeiten ja auch immer“, gibt Margarete Meßner zu und legt Bürgermeister Erwin Frauenhofer ein Paar Weißwürste auf den Teller. …
„Das Wichtigste ist die Liebe, der Rest kommt von ganz allein“

Kommentare