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Bei dem Anschlag wurde eine Maschine total zerstört, andere beschädigt.

Nach Anschlag: Zivilflieger erheben Vorwurf geistiger Brandstiftung

Fürstenfeldbruck - Die Wut der Zivilflieger über den Brandanschlag auf acht ihrer Maschinen in Bruck steckt immer noch tief. Sie werfen der Politik geistige Brandstiftung vor.

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„Wer so etwas tut, muss sich doch durch irgendetwas motiviert fühlen“, sagt Andreas Boehl, Geschäftsführer der Zivilflug GmbH über den Anschlag. Er erinnert an ähnliche Fälle in Jesenwang und Neubiberg aus den Jahren 1995 und 2001. Die Brandstiftung in Bruck jetzt sei „der Gipfel des unwürdigen Gezerres um den Flugplatz, in dem kurzsichtige Provinzpolitiker und unsachliche Flugplatzgegner die Hauptrolle gespielt haben“, so Boehl. „Mancher Politiker des Landes Bayern trägt somit eine moralische Mitschuld an solchen Straftaten, da sie dafür erst das Klima geschaffen hat“, schreibt der Geschäftsführer der Flieger. Niemals sei sachlich über die Flieger und ihre Interessen gesprochen worden, im Gegenteil: Es sei immer nur Polemik verbreitet worden.

Brandanschlag auf Flugzeuge

Brandanschlag auf Flugzeuge in FFB

Er erinnert daran, dass die Flieger einst vom Wirtschaftsministerium nach Bruck geschickt wurden. „Fehler war wohl, dass die Herren Politiker einfach so entschieden haben, ohne vor Ort mit den Gemeinden zu sprechen.“ Er ist überzeugt: Mit dem Ende von Fursty als Flugplatz ist das Problem der allgemeinen Luftfahrt rund um München nicht gelöst – ganz im Gegenteil sieht er jetzt Debatten über die Betriebspflicht für den Flughafen München II heraufziehen. Denn dieser Landeplatz war durch Bruck ja von der allgemeinen Luftfahrt befreit.

Auf den Vorwurf geistiger Brandstiftung mag Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, der das zu den Fliegern in Kokurrenz stehende Maisacher Konzept mit aller Macht unterstützt hat, gar nicht erst eingehen. „Das ist so abwegig, dass man sich damit nicht weiter befassen muss.“ Den Anschlag auf die Maschinen verurteilt aber auch er scharf. „Ich hoffe, die Polizei sucht mit allen Möglichkeiten nach dem Täter.“ Selbstverständlich sei solcher Vandalismus unerträglich, egal wie man zu den Fliegern in Fürstenfeldbruck stehe. (st)

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