Im hohlen Stamm der Linde wurden höchstwahrscheinlich Böller gezündet. Jedenfalls kam es zum Brand – das Holz ist verkohlt, der Baum ist geschädigt. ArchivFoto: Weber

Nach Brandstiftung: Linde hält sich - noch

Maisach - Der Baum-Experte ist im Urlaub. Deshalb ist die bei einer Brandstiftung kurz vor Weihnachten beschädigte Linde bei Rottbach noch nicht begutachtet.

In der Nacht auf den 23. Dezember haben Unbekannte zugeschlagen: Wahrscheinlich wurde im Inneren des Baumes ein Feuerwerkskörper angezündet, der hohle Stamm brannte lichterloh (wir berichteten). Die Feuerwehren aus Maisach und Rottbach schafften es, die Flammen zu ersticken, bevor sie auf die Äste übergreifen konnten. Aber seitdem ist unklar, ob die hunderte Jahre alte Linde noch standfest ist oder ob der Baum gefällt werden muss.

Für das „Naturdenkmal FFB Nr. 24“, wie der Baum offiziell eingetragen ist, ist die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt zuständig. Sachbearbeiterin Michaela Schleicher hat den Baum-Experten gleich nach dem Vorfall kontaktiert, doch der Fachmann ist im Urlaub.

Aber das ist derzeit kein Problem, denn ein sofortiges Eingreifen war und ist nicht nötig, wie Eugen Bachhuber erklärt. Er ist im Maisacher Rathaus unter anderem für Baumschutz zuständig und hat sich die Linde am Tag nach der Brandstiftung angeschaut. Er berichtet, dass es den Moder innen komplett weggebrannt habe, auch ein Stück des gesunden Holzes sei betroffen. Doch der Baum scheine stabil zu sein.

Auch Herbert Kanz von der zuständigen Polizei in Olching ist mit der Linde befasst. Aber die Ermittlungen liefen ins Leere: „Keine Zeugen, keine Hinweise, keine Spuren.“ Man habe die Sache als Brandstiftung von Unbekannt an die Staatsanwaltschaft übergeben. Wenn nicht einer der Täter noch aus Angeberei ins Plaudern komme und irgendwann Gerüchte bei der Polizei landen, wird der Fall nicht zu klären sein. Kanz betont aber, dass das Feuer „sicher nicht durch einen Zufall oder einen Unfall entstanden ist, das war beabsichtigt“. (zag)

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