Spektakuläre Wende! UEFA gibt nach: CL-Rückspiel des FC Bayern anders als geplant

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Das ist das Hügelland östlich der Kreisstraße, fotografiert in Richtung der südlich gelegenen Bundesstraße 2. Klar ist, dass nach dem Willen der Mehrheit im Gemeinderat Mittelstetten vier Grundstücke vom Acker zum Firmen-Standort werden sollen.

Aus Acker wird Firmengrund

Ins Mittelstettener Hügelland soll Gewerbe

Mittelstetten - Schon lange wird in Mittelstetten über ein Gewerbegebiet diskutiert. Jetzt soll die Sache ernst werden.

Im Hügelland neben der Kreisstraße werden Grundstücke für Firmen geplant. Vor allem ein Autohändler drängt auf mehr Platz. Der Gemeinderat verschob zwar zunächst noch eine Entscheidung. Klar ist jedoch bereits, dass nach dem Willen der Mehrheit insgesamt vier Grundstücke östlich der Kreisstraße und nahe der B 2 vom Acker zum Firmen-Standort werden sollen. Den Anstoß dazu hat ein örtlicher Autohändler gegeben, dem der Platz in Vogach nicht mehr ausreicht.

Auf der Tagesordnung stand bereits die Änderung des Flächennutzungsplanes und ein Auftrag an ein Planungsbüro, was einigen Gemeinderatsmitgliedern jedoch zu schnell ging. Von einer Hauruck-Aktion sprach Evelyn Dürrmeier (SPD), ihr Fraktionskollege und Vize-Bürgermeister Franz Ostermeier war schließlich mit einem Vertagungsantrag erfolgreich. Jetzt sollen sich auch die Kollegen, die nicht im vorberatenden Bauausschuss über das Thema diskutiert hatten, noch einmal Gedanken machen können.

Nach Ansicht der Befürworter ist der Erweiterungswunsch des Unternehmens, das vermutlich den Stammsitz in Vogach behalten würde, eine einmalige Chance für Mittelstetten. Der Bauwerber habe den für ihn notwendigen Grund – die Rede ist von zwei Hektar – bereits „so gut wie sicher“, wusste Heinz Nebl (BU). Einen „erheblichen Gewerbesteuerzahler“ zu vertreiben, könne sich die Gemeinde außerdem nicht leisten. Hans Lais (CSU) verwies auf die hohen Ausgaben für Schule und Kinderhaus, die ohne dauerhafte gesicherte Einnahmen von den örtlichen Unternehmen nicht zu stemmen seien. Natürlich sei das vorgesehene Gelände „etwas wellig“, aber: „An der B 2 haben wir halt sonst nichts.“

Von einem Terrain, das sich „bergauf, bergab“ hinziehe und vermutlich hohe Erschließungskosten mit sich bringe, sprach dagegen Friedrich Kiser (BU). Fraktionskollege Alois Bögl fragte sogar, ob Mittelstetten mit einem „Terrassen-Industriegebiet“ auf sich aufmerksam machen wolle.

Ostermeier erinnerte an den Strukturplan, den der Gemeinderat in der vergangenen Amtsperiode auf Empfehlung des Landratsamtes beschlossen hatte, der allerdings – auf dem Höhepunkt der Windkraft-Diskussion – vor allem dazu dienen sollte, mögliche Rotoren vom Dorf fernzuhalten. In diesem Plan war damals im Anschluss an die Splittersiedlung Ziegelstadel, auf der Westseite der Kreisstraße, weitere Wohnbebauung, dann ein Mischgebiet und schließlich Gewerbeansiedlung vorgesehen. Bei den jetzt diskutierten Flächen hatte die Kreisbaumeisterin seinerzeit abgewunken: Dort fehle es an der notwendigen Anbindung an den Ort.

Ostermeier sah durch das weitläufige Gewerbeland außerdem den Weg zurück in die Verschuldung vorgezeichnet: „Ich weiß nicht, wie die Gemeinde das finanziell stemmen soll.“ Bürgermeister Andreas Spörl (CSU) glaubt hingegen nicht, dass durch das Projekt der Ruin droht. Irgendwann müsse man als Gemeinde in Vorleistung gehen, die Ausgaben wären eine Investition in die Zukunft. Ein Gewerbegebiet mache nur ab einer gewissen Dimension Sinn, wenn sich dort bereits ein großer Betrieb angesiedelt habe, würden andere mit größerer Wahrscheinlichkeit folgen.

 „Vier- bis fünftausend Euro“ für den Entwurf eines Flächennutzungsplans seien jedenfalls kein rausgeworfenes Geld, so Spörl weiter. Zumal das Landratsamt offenkundig nicht stur an der alten Meinung festhalten wolle. Um bei einem Thema von grundsätzlicher Bedeutung „Waffengleichheit“ für alle Gemeinderatsmitglieder, nicht nur die Mitglieder des Bauausschusses, zu ermöglichen, forderte Ostermeier schließlich, die weitere Beratung zurückzustellen. Der Antrag ging überraschend mit sieben zu sechs Stimmen durch.

Von Olf Paschen

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