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Bitte hier parken: Die Kiesfläche ist nicht mehr abgesperrt, weil die Gemeinde Maisach nun Miete dafür zahlt.  

Gemeinde mietet Kiesfläche 

Nach langen Verhandlungen: Mehr Parkplätze an der S-Bahn

Nach langem Hin und Her stehen den Pendlern nun am S-Bahnhof in Maisach mehr Parkplätze zur Verfügung. Die Gemeinde hat eine Kiesfläche westlich des bestehenden Park+Ride-Areals, die zum Bundeseisenbahnvermögen gehört, gepachtet.

Maisach - 2014 war die Brachfläche plötzlich abgesperrt worden, seitdem konnte dort nicht mehr

geparkt werden.

Seit Mitte Januar ist wieder mehr Platz auf zusätzlichen 1200 Quadratmetern. Das betont die Gemeindeverwaltung jetzt in einer Pressemitteilung, damit die Pendler ihre Autos künftig nicht mehr in den Seitenstraßen abstellen. „Wir bitten darum, die zur Verfügung stehende Kapazität an Parkplätzen direkt am Bahnhof jetzt wieder vorrangig zu nutzen“, so Bürgermeister Hans Seidl (CSU).

235 Parkplätze gab es bisher an der S-Bahn. Doch das reichte längst nicht aus. Denn auch Pendler aus den Maisacher Ortsteilen, die keinen S-Bahnanschluss haben, sowie aus dem weiteren Umland, etwa aus Egenhofen und Odelzhausen, wollen dort ihr Auto abstellen. Früher konnte auf der Kiesfläche geparkt werden, 30 bis 40 weitere Fahrzeuge haben dort Platz. Doch dann wurde das Areal abgesperrt. Begründung seitens der Bahn: Sicherheitsmängel. Tatsächlich ist die Fläche uneben, es gibt viele Schlaglöcher. Aber damit hatten sich die Pendler arrangiert.

Was folgte, waren lange Verhandlungen zwischen Gemeindeverantwortlichen und Vertretern des Bundeseisenbahnvermögens. Die Gemeinde war der Meinung, die Bahn müsse Parkplätze für die MVV-Kunden schaffen. Ein Bahn-Sprecher betonte aber schon im Jahr 2015, dass nicht die Bahn dafür zuständig sei, Parkraum an Haltestellen zu schaffen – sondern es seien die Kommunen. Mit der Privatisierung der Bahn wurde das Regionalisierungsgesetz verabschiedet, erläuterte der Sprecher. Das bedeute, die Länder seien zuständig für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr. Der Freistaat wiederum habe gesetzlich festgelegt, dass die Landkreise, Städte und Gemeinden „innerhalb der Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit als Aufgabenträger“ Abstellflächen schaffen sollen. Zudem stehe in der Gemeindeordnung, dass die Kommunen für den ruhenden Verkehr zuständig seien. Zum Erwerb und zur Herrichtung von Parkflächen gebe es aber vom Freistaat Zuschüsse.

Der schon vorhandene (asphaltierte) Parkplatz ist im Eigentum der Bahn und wird von der Gemeinde betrieben und unterhalten. Die Flächen wurden aus einem alten Vertrag zur Verfügung gestellt, weshalb Maisach dafür nichts zahlen müsse, erklärte der Sprecher damals. Bei einer Parkplatz-Erweiterung sei das aber nicht möglich.

Damals forderte der Konzern von Maisach eine monatliche Miete von 1235 Euro für den ehemaligen Rangierbahnhof. Maisach wollte aber maximal 500 Euro zahlen. Das Ergebnis laut Seidl: Maisach zahlt nur die angestrebten 500 Euro. „Mit dem Grundstückseigentümer, der Bundeseisenbahnvermögensgesellschaft, wurde die Überplanung des gesamten Geländes spätestens ab 2019 vereinbart“, berichtet der Bürgermeister weiter. „Dann wird die Parkplatzfläche und ein westlich liegender Grundstücksteil für Wohnungsbau geregelt.“ Helga Zagermann

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