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Die Dachauer Hallenmeisterschaft ist ein großes Turnier für Fußballjunioren. Nach dem Ärger über Handgreiflichkeiten unter zuschauenden Spieler-Vätern haben Bernd Battermann (hinten r.) und seine Mitorganisatoren jetzt hingeworfen. 

Juniorenfußballturnier

Nach Rauferei geraten Eltern von Maisacher Spielern ins Visier der Polizei

Die Söhne kickten auf dem Fußballfeld – einige Väter gerieten sich am Rande des Spiels auf der Tribüne in die Haare. Am 12. Januar war das bereits. Doch noch immer hat die Polizei nicht endgültig geklärt, von wem die Aggression ausging. Jetzt geraten Eltern aus dem Umfeld des SC Maisach ins Visier der Ermittler.

Landkreis – Es ist die größte Hallenmeisterschaft für Junioren im Nachbarlandkreis Dachau. Auch Nachwuchskicker des Maisacher Vereins waren mit von der Partie. Die U14-Junioren spielten gerade gegen das Team des TSV Dachau. Da gerieten auf den Zuschauerrängen Väter aneinander. Am Ende hatte ein Dachauer einen Nasenbeinbruch und ein Maisacher eine Schienbeinverletzung. Dass Maisach das Spiel 2:0 gewann, war nur noch Makulatur.

Mit vier Streifenwagen rückte die Dachauer Polizei an. Klären, was geschah, konnten die Beamten bis heute nicht. Als der erste Wagen sechs Minuten nach dem Alarm vor Ort eintraf, war alles schon vorbei. „Jeder hat behauptet, der andere habe angefangen“, sagt Polizeisprecher Stefan Hocke. Inzwischen gibt es drei Versionen des Geschehens.

Version 1: Ein Karlsfelder Vater habe einen Dachauer Kicker auf dem Feld beschimpft. Der Vater und der Bruder des Spielers hätten den Karlsfelder zur Rede gestellt. Bevor der antworten konnte, sollen sie zugeschlagen haben.

Version 2: Der Karlsfelder – vielleicht der Co-Trainer – habe den Schiedsrichter darauf hinweisen wollen, dass der Dachauer unfair spiele und vom Platz gehöre. Daraufhin sei er von dem Dachauer Vater beleidigt und angegriffen worden. Gegen die Balustrade der Halle gedrängt, habe der Karlsfelder aus Notwehr ausgeholt und dem Dachauer die Nase gebrochen.

Version 3: Zwei Väter von Spielern des SC Maisach mit Wohnsitz in Odelzhausen hätten einen Dachauer Vater angegriffen.

Die Verantwortlichen des SC Maisach wehren sich vehement gegen die letzte Version. „Wir waren nullkommanull beteiligt“, sagt U14-Trainer Ralf Kiebele. Jugendleiter Thomas Puhl: „Wir haben keinen Vater, der in Odelzhausen wohnt oder gewohnt hat. Nach Rücksprache mit unseren Trainern und Betreuern kann ich zudem sagen, dass kein Maisacher in die Schlägerei involviert war.“ Die Polizei muss 13 Zeugen vernehmen, die teils in München wohnen.   zim

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