Die Mitglieder der Big Band unter der Leitung von Eugen Regnier warten auf ihren nächsten Einsatz. Zuvor spricht aber Schulleiter Hermann Baumgartner zu den scheidenden Schülern. Foto: Peter Weber

Nach rund 10 000 Schulstunden absolute Freiheit in der Tasche

Gröbenzell - Rund 10 000 Schulstunden haben die Schüler des Gymnasiums in der Gröbenbachgemeinde bis zum bestanden Abitur hinter sich gebracht.

Doch bei aller Freude und Erleichterung über den erfolgreich gemeisterten Schulabschluss gab es bei der offiziellen Abschlussfeier auch Momente der Trauer. Schüler, Eltern und Lehrer gedachten Marcello Soriano Diaz, der im Dezember des vergangenen Jahres bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Der 19-Jährige hätte heuer ebenfalls das Reifezeugnis erworben.

Auch die Rede der Elternbeiratsvorsitzenden Elisabeth Naucke war geprägt von dem tragischen Vorfall in der Schulfamilie. Man müsse für die guten Augenblicke dankbar sein, sagte sie. Dazu gehöre auch der Tag, an dem man als Schüler das Abiturzeugnis überreicht bekomme.

Dieses Gefühl konnte nun der dritte Jahrgang des G8 für sich beanspruchen. Für Gröbenzells Bürgermeister Dieter Rubenbauer gibt es für den weiteren beruflichen Werdegang viele Möglichkeiten: „Sie haben nun die absolute Freiheit zu entscheiden, weil Sie diesen Abschluss in der Tasche haben.“ Er gab den Abiturienten, von denen 23 mit einer Eins vor dem Komma abgeschlossen haben, mit auf den Weg, dass nicht nur Noten und Fakten entscheidend sind: „Gebrauchen Sie Phantasie und setzen Sie sie ebenso gezielt ein wie richtige Lösungen in der Mathematik.“ Als Beigabe könne Freundlichkeit gegenüber den Mitmenschen, so auch das Motto zur Abiturfeier, nicht schaden, fügte der Rathauschef noch an.

Schulleiter Hermann Baumgartner dachte auch an die Eltern und Familien der Abiturienten. „So ein Tag ist ein tiefer Einschnitt in das bisher gewohnte Familienleben“, sagte er. Es gelte, von alltäglichen Gewohnheiten loszulassen. Was das bestandene Abitur noch bedeutet, fasste Lukas Hadamek von der Schülermitverwaltung zusammen: „In dem Moment, wo Ihr heute durch die Tür geht, seid Ihr die jüngsten Ehemaligen.“ (hk)

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