+
„Alexander ist mein Sonnenschein“, sagt die alleinerziehende Petra H. (27) ü ber ihr vier Monate altes Söhnchen. Nach einem schweren Unfall war die gelernte Kinderpflegerin auf den Rollstuhl angewiesen, mittlerweile kann sie in der Wohnung auf Krücken gehen. 

Weihnachtsaktion der Heimatzeitung

Nach schwerem Unfall Mutter geworden

Fürstenfeldbruck - Wenn Petra H. ihr Söhnchen hochheben will, muss sie sich dazu in den Rollstuhl sitzen. Vor Alexanders Geburt hatte sie einen schweren Unfall. Bis heute kann sie nicht ohne Hilfsmittel gehen. Gut, dass die Oma der Mama und ihrem Baby zur Seite steht. Unterstützung von der Kette der helfenden Hände könnten sie trotzdem dringend gebrauchen.

Vier Monate ist Alexander jetzt alt. Er ist ein lustiges Baby, das vor Lachen gluckst, als die Mama ihn hoch hält. „Er ist mein Sonnenschein“, sagt Petra H. Ein Sonnenschein in einem Leben, das derzeit auch viele Schattenseiten hat.

Bei dem Unfall erlitt die 27-Jährige einen offenen Schienbeinbruch, das obere Sprunggelenk wurde zertrümmert. Als ihre Mutter von der ersten Zeit nach dieser Diagnose erzählt, schießen ihr die Tränen in die Augen. „Der Arzt machte uns nicht viel Hoffnung, es stand Spitz auf Knopf, dass Petra einen Teil des Beines verliert.“ Doch so weit ist es glücklicherweise nicht gekommen. Die junge Frau wurde operiert.

Weitere OP’s sollten schnellstmöglich folgen. Doch dann wurde die gelernte Kinderpflegerin schwanger – ungewollt. Die Tabletten, die sie wegen ihren Verletzungen nehmen musste, haben wohl die Wirkung der Pille beeinflusst, vermutet die 27-Jährige heute. Damals sah sie sich plötzlich zu allem anderen in einer Zwickmühle der Gefühle. „Mein gleichaltriger Freund kam überhaupt nicht damit zurecht, dass er Vater werden sollte. Er hat einen ganz anderen Lebensentwurf“, sagt Petra H. Trotzdem entschied sie sich für das Kind. Ihr Freund ist gegangen. Doch die 27-Jährige hat ihren Beschluss nie bereut. „Alexander ist das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist.“

Erst nach der Geburt ihres Sohnes konnten sich die Ärzte an die nächsten medizinischen Eingriffe wagen. Mittlerweile wurde Petra H. achtmal operiert. Ihr Sprunggelenk musste versteift werden. Sie muss extra angefertigte orthopädische Schuhe tragen, damit sich die Schmerzen in Grenzen halten und das Sprunggelenk gestützt ist. In ihrer Wohnung kann sie inzwischen auf Krücken gehen. Für längere Strecken braucht sie weiterhin einen Rollstuhl. Ein großes Problem sind die Treppen. Petra H. und Alexander leben im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses. Einen Aufzug gibt es nicht.

Ohne die Oma wären die beiden oft aufgeschmissen. „Ohne sie wäre ich nicht durch die schwere Zeit gekommen“, sagt die 27-Jährige. Ihre Mutter arbeitet als Verkäuferin. Doch sie hilft in jeder freien Minute. Auch Petra H. will nach ihrer Babypause wieder arbeiten. „Ich hoffe, dass ich wenigstens zwei Jahre bei meinem Alexander zu Hause bleiben kann.“ Zuletzt war sie in einer Kinderkrippe beschäftigt.

Wegen der Arbeit und um ganz grundsätzlich ihren Alltag auf Krücken und im Rollstuhl besser meistern zu können, müsste Petra H. mobil sein. Dazu müsste sie ihren angefangenen Führerschein fertig machen. „Allzu viele Fahrstunden würde ich wohl nicht mehr brauchen“, erklärt sie. Denn sie hatte bereits vor ihrem Unfall 20 Fahrstunden.

Das Auto würde ihr die Oma bei Bedarf leihen. Doch das Geld für die ausstehenden Praxis-Stunden, die Theorie und die Führerscheinprüfung können beide Frauen nicht aufbringen. Hier will die Kette der helfenden Hände einspringen.

Auch die Oma wäre froh, wenn das gelänge. „Dann könnte die Petra auch mal einen Ausflug mit dem kleinen Alexander machen“, sagt sie. Oder mit ihrem Söhnchen zu dessen Papa fahren, der etwas entfernt wohnt. Auch wenn der junge Mann sie verlassen hat, ist Petra H. der Meinung: „Alexander soll seinen Vater regelmäßig sehen können. Es ist wichtig für ihn, einen Papa zu haben, auch wenn er nicht bei uns lebt.“ (akk) 

Die Tagblatt-Aktion „Kette der helfenden Hände“ sammelt in Zusammenarbeit mit sozialen Organisationen Geld für Bedürftige im Landkreis. Jeder gespendete Euro bleibt im Landkreis. Die Konten sind unter dem Stichwort „Kette der helfenden Hände“ geöffnet. 

Sparkasse Fürstenfeldbruck IBAN: DE23700530700008128126 BIC: BYLADEM1FFB 

VR-Bank Fürstenfeldbruck IBAN: DE93701633700000037788 BIC: GENODEF1FFB 

Spenden sind abzugsfähig. Ab einem Betrag von 200 Euro kann eine Spendenquittung ausgestellt werden. 

Bitte geben Sie an, wenn dies erforderlich ist (mit lesbarer Adresse auf dem Überweisungsträger). Die Namen aller Spender werden - falls nicht anders gewünscht - veröffentlicht. Bei Großspenden, etwa von Firmen oder Vereinen, sind Veröffentlichungen mit Foto möglich. Die Bankverbindung und weitere Daten sind im Internet bei merkur-online jederzeit einsehbar

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Insolvenzantrag: Der SCF ist pleite
Der SC Fürstenfeldbruck, einst stolze Nummer eins im Fußball-Landkreis, ist pleite. Unmittelbar vor dem Donnerstagabend-Training bestätigte Präsident Jakob Ettner dem …
Insolvenzantrag: Der SCF ist pleite
Straßensperre in der Unteren Au beendet
Fünf Tage war der Supermarkt in der Unteren Au von der Außenwelt quasi abgeschnitten. Die Teerarbeiten auf der Staatsstraße sind zwar früher fertig geworden als geplant …
Straßensperre in der Unteren Au beendet
Urnengemeinschaftsgrab entlastet Angehörige
Auf den örtlichen Friedhöfen könnte es bald eine neue Bestattungsmöglichkeit geben: das Urnengemeinschaftsgrab.
Urnengemeinschaftsgrab entlastet Angehörige
Vorfahrt missachtet – Motorradfahrer (25) schwer verletzt
Am frühen Donnerstagmorgen passierte bei Mammendorf ein schwerer Unfall. Ein 16-Jähriger musste danach ins Krankenhaus.
Vorfahrt missachtet – Motorradfahrer (25) schwer verletzt

Kommentare