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Nachwuchsregisseur erhält Toleranz-Preis

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Stolz auf seinen Film: Julian Becker aus Olching. tb
Stolz auf seinen Film: Julian Becker aus Olching. tb

Olching - Als Schüler hat Julian Becker einen Film über Rechtsextremismus gedreht. Jetzt hat er dafür vom Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) einen Preis verliehen bekommen.

Sein Film „Cave Canem - Hüte dich vor dem Hund“ entstand als Teil seiner Seminararbeit im Fach Sozialkunde am Gymnasium Olching zum Thema Terrorismus und Rassismus. Der Film sollte zeigen, wie Druck von außen, Gruppendynamik und Konflikte mit den Eltern dazu führen können, dass Jugendliche mehr oder weniger gewollt in die rechtsextreme Szene abrutschen. Becker wollte so andere Jugendliche für die Gefahren von Rechtsextremismus sensibilisieren. Organisiert hat er für den Film praktisch alles selbst. Ein bisschen Hilfe hatte er aber von der Theatergruppe des Gymnasiums. Diese stellte die Schauspieler für den Streifen.

„Dass wir den Preis gewonnen haben, kam ganz aus dem Blauen heraus“, erzählt der Olchinger. Und sagt, er habe ganz vergessen gehabt, dass er sich bei dem Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ des BfDT beworben hatte. Umso erfreulicher ist der Preis natürlich. Und die Kleinigkeit von 3000 Euro Preisgeld ist auch nicht von schlechten Eltern. „Das ist eine Kategorie, die ich mir niemals hätte erträumen lassen“, erzählt der 18-Jährige.

Mit dem Geld würde er gerne neue Projekte finanzieren. Denn das Filmedrehen möchte er gerne professionell weiter machen. Nachdem er im Juni sein Abitur gemacht hatte, ist er deswegen jetzt Praktikant bei einer Produktionsfirma. Danach möchte er sich gerne an einer Filmhochschule bewerben.

Auch an seiner ehemaligen Schule freut man sich über die Auszeichnung. „Das ist einfach klasse“, sagt Sonja Zimmermann. Sie war Beckers Seminarleiterin. In ihrem Sozialkundeunterricht will sie zukünftig den Film zeigen, wenn Rechtsextremismus behandelt wird. Zusammen mit der Schulleiterin Beate Sitek hat sie bei der Preisverleihung teilgenommen.

„Die Reaktionen auf den Film waren überwältigend“, erzählt der Nachwuchsregisseur stolz. „Die Karten für die zwei geplanten Vorstellungen im Gröbenzeller Kino waren so schnell weg, dass wir noch eine dritte Vorstellung organisieren konnten.“ Diese war auch komplett ausverkauft. Wer trotzdem die Chance den Film zu sehen verpasst hat, kann sich den circa halbstündigen Kurzfilm auch im Internet auf der Homepage julian-becker.de ansehen und herunterladen. (rk)

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