Olching Olau heißt es wieder am Faschingsdienstag in der Amperstadt. Der größte Gaudiwurm in der Region lockt jedes Jahr zahlreiche Teilnehmer an.

Olchinger Gaudiwurm

Faschingswagen verstopfen Kreisverkehr

Olching -  Beim Olchinger Gaudiwurm fahren jedes Jahr zahlreiche Wagen mit. Bis zu ihrem großen Auftritt werden die Gefährte am Straßenrand abgestellt.  Allerdings oft da, wo es ihren Lenkern gerade passt – und das hat Folgen für den Verkehr.

Das Nadelöhr ist bei dem Kreisel Feursstraße/Schulstraße in Graßlfing. Vor allem dort bleiben die Wagen stehen und verstopfen so den Kreisel und die von ihm abgehenden Straßen. „Ihr dürft da nicht einfach stehen bleiben und Brotzeit machen“, sagte Werner Raith, Vorstandsmitglied des Komitee Faschingszug, bei der Zugbesprechung zu den Wagenbauern.

Die Folgen der Wildparkerei: Der Verkehr wird massiv behindert, es staut sich. „Autofahrer haben sich immer wieder beschwert, dass sie nicht vorwärts kommen“, machte Polizeikommissar Hermann Mitterer deutlich. Wer Richtung Schwaigfeld, Olchinger See oder Graßlfing wollte, habe warten müssen, bis sich die Motto-Wagen weiter Richtung Daxerhof, dem Startpunkt des Gaudiwurms, geschoben hatten. Daran vorbeifahren sei nicht möglich gewesen.

"Manche wollen nicht so weit vorne im Zug fahren"

Doch warum halten die Wagenlenker überhaupt an dem Kreisel an? Über die Gründe kann Raith nur spekulieren. „Manche wollen nicht so weit vorne im Zug fahren“, sagt er auf Tagblatt-Nachfrage. Andere wiederum würden gerne den Schluss des Gaudiwurms bilden.

Zwar gibt es in Olching Startnummern, die die Reihenfolge regeln, doch die Teilnehmer bekommen diese nicht im Vorfeld. Die Nummern gibt’s erst bei der Meldung vor Ort. Ein Grund für dieses Vorgehen, ist die Tatsache, dass auch immer viele Spontanentschlossene beim Zug mitmachen.

Nummern, um den Wägen bestimmte Parkplätze zuzuweisen, lehnt das Faschingszug Komittee ab. Das sei ein zu großer organisatorischer Aufwand.

Für Wagen, die an eine bestimmte Stelle im Zug möchten, gibt es aber durchaus Möglichkeiten, wo sie problemlos warten können. So zum Beispiel auf Höhe des TSV Geiselbullachs. Dort sei die Straße breit genug. Oder auch beim Gymnasium könne man parken. „Manche werfen dort auch ihren Grill an und überbrücken die Zeit“, erzählte Raith.

Start- und Preisgeld wird künftig überwiesen

Bezüglich des Start- und Preisgeldes wird es heuer eine Premiere geben. Organisationsleiter Michael Maier kündigte an, dass die Teilnehmer dieses überweisen müssen, und auch das Preisgeld wird nicht mehr bar ausbezahlt. „Wir wollten bei so viel Menschen nicht mehr mit dem Geld herumlaufen“,erklärte er.  Mit zehntausenden Besuchern ist der Olchinger Faschingszug die größte Veranstaltung im Landkreis.

Wie in den Vorjahren, ist auch heuer keine Musik erwünscht, „die einem die Ohren weghaut“, sagte Komiteevorsitzender Hans Krämer. Und auch allzuviele Bierflaschen will Raith während des Zuges und danach am Nöscherplatz nicht sehen. (hk)

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