Gemeinderat lehnt Antrag ab

Nein zu Hühnerställen im Allinger Moos

Alling - Ihre Schweinemast hat die Landwirtsfamilie Killer durchgesetzt. Doch die beantragten Hühnerställe im Allinger Moos lehnt der Gemeinderat ab.

Hühner in größerer Menge dürfen sie vorerst nicht halten: Die Landwirtsfamilie Killer, die mehrere Bebauungspläne der Gemeinde vor Gericht aufgehalten oder gestoppt hat, ist mit ihrem Antrag auf Aufstellung zweier mobiler Hühnerställe im Gemeinderat gescheitert. Nach Überzeugung der Mehrheit würde durch eine Ausnahmeerlaubnis die neue Planung für den „Natur- und Erholungsraum Allinger Moos“ gefährdet. In diesem Gebiet liegt auch der Killer-Hof. Durch die Hühnerhaltung sei zudem mit erheblichem Geruch und schädlichen Emissionen für Tiere und Pflanzen zu rechnen.

Im Gemeinderat setzte sich nur Simone Stenzer (FW) für das Vorhaben ein. Die vorgesehenen 450 Tiere erreichten nicht mal die Emmissionswerte von zwei Ochsen, von Intensivtierhaltung zu reden sei abwegig. „Wenn wir nichts mehr zulassen, was regional erzeugt wird, gehen wir den falschen Weg“, sagte Stenzer. Hermann Dejako (CSU) sprach dagegen zwar von einer „tollen landwirtschaftlichen Lösung“, sah aber keinen Grund, am vorläufigen Bauverbot für das gesamte Moos etwas zu ändern. An den Gründen für die Veränderungssperre habe sich nichts geändert.

Der versetzbare Hühnerstall ermöglicht eine Freilandhaltung, die trotzdem den Boden nicht übermäßig belastet. Die Killers, genauer Hofnachfolger Christian, wollten die Tiere auf der eigenen Hofstelle unterbringen. Das Anwesen gehört aber aus Gemeindesicht zum Allinger Moos, für das ein eigener Bebauungsplan galt, bis er vom Gericht verworfen wurde. Bis zur Überarbeitung dieses Entwurfs sind bauliche Veränderungen durch die Veränderungssperre untersagt. Die gilt noch bis nächstes Jahr, kann aber verlängert werden.

von Olf Paschen

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