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Neue Halle als Jexhof-Depot im Blick

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Von: Andreas Daschner

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Museumsleiter Reinhard Jakob (Mitte) hofft auf Platz in der Nachbarhalle. Dort hätte man 1300 Quadratmeter.
Museumsleiter Reinhard Jakob (Mitte) hofft auf Platz in der Nachbarhalle. Dort hätte man 1300 Quadratmeter. © ad

Was passiert mit den Exponaten aus dem Jexhof, wenn sie im Bauernhofmuseum bei Schöngeising nicht (mehr) benötigt werden? Sie müssen eingelagert werden. Doch der Platz dafür in der bestehenden Halle in Unterscheinbach (Gemeinde Egenhofen) ist eng bemessen. Eine neue Halle soll Abhilfe schaffen.

Unterschweinbach – Rund 4000 Objekte hat der Jexhof bislang entsammelt, wie es im Fachjargon heißt: Sie werden nicht mehr für Ausstellungen benötigt. Bis klar ist, wie es mit den Stücken weitergeht, müssen sie fachgerecht gelagert werden. Am Jexhof selbst geht das nicht. Deshalb gibt es die Halle in Unterschweinbach.

Der Kreistagsausschuss für Kultur, Freizeit und Sport hatte sich kürzlich vor Ort umgeschaut. Denn auch im Depot wird der Platz knapp, wie Museumsleiter Reinhard Jakob den Landkreispolitikern berichtete. Rund 600 Quadratmeter Lagerfläche in Schwerlastregalen stehen dem Jexhof in Unterschweinbach zur Verfügung. „Dieser Raum ist im Wesentlichen gefüllt“, so Jakob.

Natürlich bleiben die Exponate nicht für immer eingelagert. „Zunächst werden sie dem Leihgeber zur Zurücknahme angeboten“, berichtete der Museumsleiter. Aber nicht jeder will die Objekte wieder haben. Vereine, andere Museen und der historische Baustoffhandel werden angefragt. Will keiner ein Objekt haben, landet dieses auf dem Flohmarkt.

Dieser Prozess dauert jedoch, sodass der Platz für den das Museum des Landkreises rar wird. Denn auch auf dem Jexhof selbst gibt es noch Objekte, die eigentlich entfernt werden müssten. Zudem müsste ein weiteres Lager geräumt werden, weil die Exponate dort nicht fachgerecht untergebracht sind. Sie könnten Schaden nehmen.

Eine Lösung könnte sich in Unterschweinbach finden: Neben dem Jexhof-Lager steht eine weitere, mehr als doppelt so große Halle zur Vermietung frei. Der Landkreis muss dafür aber investieren. „Es werden Einbauten nötig“, sagt Jakob. Vor allem eine Schleuse samt Quarantäne, um die Exponate schädlingsfrei ins Lager zu bringen. Dazu braucht es Büroräume und entsprechende Regale.

Die Kosten für alles: ein unterer bis mittlerer sechsstelliger Betrag. Allerdings gäbe es laut Jakob Zuschüsse. Und: Die neue Halle würde die Lagerproblematik komplett lösen. „Wir hätten dort eine Nutzfläche von 1300 Quadratmetern, das Depotproblem wäre damit auf ganz lange Sicht gesichert.“ Die jetzige Lagerhalle würde nicht einmal mehr benötigt.

Schnell möchten Jakob und sein Museumsteam die Einbauten in Auftrag geben. Der Ball liegt nun aber erst einmal beim Landkreis. Der Kreistagsausschuss muss beraten, ob das Projekt in dieser Form realisiert wird. Immerhin: Auch wenn Klaus Wollenberg (FDP) scherzhaft meinte, die Halle würde sich auch gut für Basketball eignen, regte sich unter den Ausschussmitgliedern bei der Besichtigung kein Widerspruch gegen die Depot-Pläne.

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