Immer mehr Kinder gibt es in Puchheim. Jetzt entstehen ein neue Krippe und ein neuer Kindergarten. foto: Archiv

Neue Krippe und neuer Kindergarten

Puchheim - Nach Puchheim ziehen viele Familien mit Kindern. Die Gemeinde reagiert mit zwei neuen Kinderbetreuungseinrichtungen auf die sprunghaft gestiegene Nachfrage.

Puchheim - Nicht nur beimWohnpark Roggenstein rechnet die Gemeinde damit, dass sich dort viele Familien mit Kindern ansiedeln werden. Auch der plötzliche Zuzug von 190 neuen Bürgen mit 40 Kindern unter sechs Jahren in der Hochhaussiedlung „Planie“ erfordert schnell weitere Betreuungsplätze. Gleich zwei Kinderbetreuungspätzen hat der Gemeinderat deshalb jetzt zugestimmt.

Seit Herbst des vergangenen Jahres sind viele der Wohnungen In der „Planie“ wieder vermietet. Viele der dorthin Gezogenen haben einen Migrationshintergrund. Außerdem sind die Familien sehr kinderreich.

Der Bau von neuen Einrichtungen scheidet wegen des akuten Bedarfs aus. Deshalb greift die Gemeinde auf leerstehende Gebäude zurück: In der Heussstraße gleich neben dem ZaP (Zentrum aller Puchheimer) soll im Herbst eine neue Kinderkrippe mit 27 Plätzen aufmachen. Damit kann die Gemeinde den Deckungsgrad für alle Ein- bis Zweijährigen auf 41 Prozent steigern.

Untergebracht wird die Krippe wird in einem leerstehenden Laden. Da sich dieser mitten im Wohngebiet befindet, haben die Anwohner Bedenken. Sie fürchten mehr Lärm. Dazu Bürgemeister Herbert Kränzlein: „Wir sind es nicht mehr gewohnt, dass Kinder unter uns leben.“ Eine Krippe sei nicht so laut wie ein Kindergarten, versuchte er zu beschwichtigen. Und ein leerstehender Laden sei ganz schlecht für ein Wohngebiet.

Die Inhaberin der neuen Krippe, Claudia Neumann hat bereits in München drei weitere Kindereinrichtungen. In der zweigruppigen Krippekönnen allerdings keine sonder- oder heilpädagogischen Maßnahmen angeboten werden. Neumann hat dafür keine Genehmigung. Dafür hat sie den Einsatz einer iranischen Kinderpflegerin vorgesehen, um den Familien mit Migrationshintergrund gerecht zu werden.

Ein weiterer Kindergarten mit drei Gruppen wird in den Räumen des ehemaligen Supermarktes am Alois-Harbeck-Platz untergebracht. Ilona Wiebers (ubp) würde es begrüßen, dort auch einen Schulkindergarten einzurichten. Denn so einen gibt es bisher in Puchheim nicht. Die zurückgestellten Schulkinder müssen in die Einrichtung in Germering ausweichen. Doch auch dort ist der Schulkindergarten voll belegt. An den Umbaukosten von rund 450 000 Euro würde sich der Eigentümer beteiligen. Als Träger käme die Kinderhilfe Fürstenfeldbruck in Frage.

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