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Auch neuer Asphalt wird in Steinbach nötig.

In Steinbach

Neue Ortsdurchfahrt lässt auf sich warten

Mit der Ortsdurchfahrt wird’s wohl auch 2017 nichts. Weitgehend klaglos haben das die Steinbacher in der Bürgerversammlung zur Kenntnis genommen.

Die Papstwahl vor einigen Jahren, ein Fußballspiel der Bayern oder gar ein Mehrteiler über den Ort Moorenweis im Fernsehen auf tv München – mit der Terminwahl für ihre Ortsteilversammlung hatten die Steinbacher noch nie viel Glück. So auch in diesem Jahr; trotzdem füllten zahlreiche Leute das Vereinsheim Alte Schule.

Nicht viel Neues gegenüber dem Stand bei der Infoveranstaltung im vergangenen Juli konnte Christian Gerhard vom Tiefbauamt des Landkreises vermelden. Weder steht fest, auf welcher Straßenseite der Gehweg verlaufen soll, noch sind verkehrsrechtliche oder sicherheitstechnische Fragen geklärt. „Immerhin haben wir es seit kurzem von der Regierung von Oberbayern schriftlich, dass eine Gehwegbreite von 1,50 Meter statt 1,80 Meter als ausreichend angesehen wird“, berichtete Gerhard.

„Dies erleichtert den an einigen Stellen notwendigen Grunderwerb“, ergänzte Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU). Immerhin würde nach einem Gemeinderatsbeschluss dafür mittlerweile ein höherer Quadratmeterpreis gezahlt. Gerhard berichtete von einer Ortsbesichtigung, bei der ausgerechnet die Vertreter der Polizei verhindert waren. Deshalb könne man nicht sagen, ob die Schulbushaltestelle derzeit an der richtigen Stelle situiert sei oder wegen der Kuppe verlegt werden sollte.

Kein weiteres Tempolimit

Angelika Huber forderte Maßnahmen zur Reduzierung der Verkehrsgeschwindigkeit. „Das Tempolimit weiter zu reduzieren kann ich Ihnen leider nicht anbieten“, antwortete Gerhard. Worauf ein Anwohner bissig bemerkte, dass dies offensichtlich nur für Frösche, aber nicht für Kinder möglich sei.

Nach wie vor aufgeschlossen ist die Behörde gegenüber den Verkehrsinseln an den Ortseingängen. Weil da aber wohl keine Querungshilfen notwendig seien, müssten diese allein auf Kosten der Gemeinde (geschätzt je 50 000 Euro) gebaut werden. In den weiteren Planungen sollen jetzt Kanal-, Entwässerungs- und Erdverkabelungsfragen geklärt und sichergestellt werden, dass Bushaltestellen und Straßenbeleuchtung nicht mit später eventuell geplanten Grundstückszufahrten kollidieren.

In Sachen Breitbandversorgung steht fest, dass die Telekom in vielen Gemeindeteilen schnelleres Internet anbieten möchte – jedoch nicht in allen Bereichen mit der Rate von 100 MBit/s. Deswegen müsse die Gemeinde tätig werden. Schäffler berichtete, dass die Verwaltung die Aufnahme in das Bundesförderprogramm beantragt hat. „Weil sich die Förderung bis auf 90 Prozent erhöht, reduziert sich die Deckungslücke für die Gemeinde“, so Schäffler. Gleichzeitig würde sich dann der Bund auch an den Planungskosten mit bis zu 50 000 Euro beteiligen.

Der Bürgermeister informierte über die Investition von 20 000 Euro für ein Brandschutzkonzept, das notwendig ist, um die Betriebserlaubnis des Vereinsheims zu verlängern. Die Steinbacher werden sich auch künftig dort zu günstig und ungünstig gelegenen Terminen treffen.

Max-Joseph Kronenbitter

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