Neue Regeln bei Faschingsumzug: Gütliche Lösung in Sicht

Olching - Die heuer erstmals umzusetzenden Sicherheitsregeln für Faschingswagen haben auch das Treffen des Olchinger Faschingskomitees beherrscht.

Dessen Chef Johann Krämer will sich beim Landratsamt für eine möglichst verträgliche Umsetzung stark machen - und hat gute Aussichten auf Erfolg.

Knackpunkt ist die Betriebserlaubnis für Anhänger. Diese wird zwar eigentlich seit Jahren gefordert, doch so richtig gepocht wurde bislang nicht darauf. Eine spontane Umfrage beim Treffen im Daxerhof ergab, dass die Mehrheit der Teilnehmer keine Betriebserlaubnis für ihre Faschingswagen hat. Im Klartext: Die meisten wollen am Umzug mit Gefährten teilnehmen, die eigentlich gar nicht vom Hof dürften, egal ob sie mit einem Faschings-Aufbau versehen sind oder nicht. Komitee-Chef Krämer appellierte deshalb an die Kreisbehörde, heuer in dieser Frage noch einmal ein Auge zuzudrücken.

Laut Stefan Karnowski vom Überwachungsverein in Dachau ist so ein Vorgehen möglich, wenn sich die Wagen nicht schneller als mit sechs Stundenkilometern fortbewegen. Man könne auch Kurzzeitkennzeichen vergeben. Das Landratsamt ließ gestern durchblicken, dass man in dieser Frage tatsächlich an einer Lösung arbeite. Sprich: Wer einen Wagen benutzen will, der keine Betriebserlaubnis hat, hat heuer letztmals trotzdem die Chance auf Teilnahme.

Wer schon eine Genehmigung hat, seinen Wagen aber für den Fasching umrüstet, hat übrigens eh kein Problem. Denn bei so genannten Brauchtumsveranstaltungen erlischt eine existierende Erlaubnis auch bei Änderungen am Wagen nicht.

Fest steht aber so oder so, dass der TÜV die Wagen heuer abnehmen muss. „Am besten gesammelt einige Tage vor der Veranstaltung“, schlug Stefan Karnowski vom TÜV vor. Es bestehe auch die Möglichkeit eines Termins vor Ort für mehrere Wagenbauer zusammen. Dies spart Kosten und kommt dem Wunsch der Wagenbauer entgegen, ihre Aufbauten so lang als möglich geheim zu halten.

Insgesamt fühlen diese sich zu spät informiert. „Unser Wagen ist schon zu 80 Prozent fertig“, beklagte etwa Alex Englisch von der „Pimp-My-Fachingswagen-Crew-Olching“. Das Landratsamt indes betont, dass die erste Information zu dem Thema bereits im November vergangenen Jahres erfolgte. hk/st

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