Die neue Vorstandschaft des Sängerkreises: (v.l.) Caroline Lichtinger-von Stein (Kreischorleiterin), Rudi Braunegger (Schriftführer), Wolf-Dieter Gatzke (neuer Vorsitzender), Gerda Schünke (Beisitzerin), Maria Trinkl (Schatzmeisterin), Erwin Fraunhofer (Beisitzer), Paul Weigl (Ehrenkreischorleiter), Helga Meier (bisher Schriftführerin) und Eduard Huber (Ehrenvorsitzender). tb-foto

In Germering

Neuer Sänger-Chef tritt großes Erbe an

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Germering - Ab sofort ist er wieder nur der Boss vom Bass bei der Chorgemeinschaft Germering-Unterpfaffenhofen. Doch Eduard Huber, 77, wirkte zuvor stolze 25 Jahre als Vorsitzender des Ammersee-Amper-Sängerkreises. Sein Nachfolger – ebenfalls ein Germeringer – tritt in große Fußstapfen.

Der Ammersee-Amper-Sängerkreis (AASK) ist dazu da, dass die Chöre im Landkreis nicht nebeneinander hersingen, sondern auch gemeinsam Projekte anpacken. Doch erst als Eduard Huber vor 25 Jahren den Vorsitz übernahm, kam der Sängerkreis richtig in Schwung.

Als die Eishalle in Germering fertig wurde, plante Huber dort sofort ein großes Sängerkreis-Konzert. Es war ein voller Erfolg. Es folgten große Auftritte in der Stadthalle sowie in etlichen Kirchen der Region. Ein Höhepunkt war aber 2012 das Konzert zum 90-jährigen Bestehen des AASK in der Klosterkirche Fürstenfeld und in der Mar-thabräuhalle. Doch Huber schaffte es auch, dass die Brucker im Ausland auftraten – und zwar nicht zu knapp.

Die Sänger wagten auf Hubers Initiative hin große und vor allem weite Reisen. „Die erste ging in die USA“, erzählt Huber. „Damals gab es ja noch kein Internet oder Fax. Ich habe alles per Post abgewickelt. Das hat eine halbe Ewigkeit gedauert.“ Doch dann flogen 130 Sänger nach San Francisco und starteten eine 14-tägige Rundreise quer durch Kalifornien und Arizona. „Es dauerte lange, bis jeder mit dem Hubschrauber über den Grand Canyon geflogen war“, sagt Huber lachend.

Auf ihrer Reise sangen die Brucker mehrere Konzerte, wofür im Vorfeld daheim viel geprobt wurde. In den folgenden Jahren reisten die Sängerkreis-Mitglieder nach Kanada, Russland, Spanien und ins Baltikum. Jedes Mal waren mehr als 100 Teilnehmer dabei. „Das hat die Gemeinschaft gestärkt. So was hat es im ganzen Sängerbund nicht gegeben. Das waren schon Zeiten“, sagt Huber schmunzelnd. „Schöne Zeiten.“ Der Germeringer schaffte es nach wenigen Amtsjahren durch seine Projekte und Werbung über 1000 Sänger im gesamten Kreis dazuzugewinnen.

Heute ist Huber 77 und will künftig kürzer treten. „Ich werde aber weiter bei der Chorgemeinschaft mitsingen. Aber auch mehr Zeit zum Fischen haben.“ Bei der jüngsten AASK-Versammlung wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Außerdem wurde ein Nachfolger bestimmt. Es ist Wolf-Dieter Gatzke (67) aus Germering, der bisher als zweiter Vorsitzender agierte und ebenfalls neben Huber, dem „Boss vom Bass“, bei der Chorgemeinschaft singt.

Sein Hauptanliegen ist es, die einzelnen Chöre erfolgreich in die Zukunft zu führen. Denn vielerorts fehlt der Nachwuchs. Gatzke will neue Projekte mit modernen Musikrichtungen anstoßen. Auf jeden Fall will der Sängerkeis 2022 das 100-jähriges Jubiläum gebührend feiern.

Das nächste Konzert

des Sängerkreises mit acht Chören findet am Sonntag, 24. April, in der Kirche St. Johannes in Emmering statt.

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