ARCHIV - Verkehrsschilder für eine Baustelle stehen am 17.03.2014 in Stuttgart (Baden-Württemberg) hintereinander. Am 02.04.2014 findet in Leipzig die Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern  statt. Foto: Sebastian Kahnert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Verhandelt werden soll nun über ein neues Modell: Der Bauträger errichtet auf einem Teil der Fläche Geschosswohnungen und gibt den Rest an Bürger zum selber Bebauen weiter.

Bisheriger Beschluss ist aufgehoben

Neues Modell für das Baugebiet Bühlacker

Türkenfeld - Der Gemeinderat hat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Bühlacker aufgehoben. Es gibt neue Pläne.

Mit der Aufhebung ist die von einem Bauträger ursprünglich vorgesehene Bebauung, die aufgrund hoher Preise auf Ablehnung gestoßen war, vom Tisch. Verhandelt werden soll nun über ein neues Modell: Der Bauträger errichtet auf einem Teil der Fläche Geschosswohnungen und gibt den Rest an Bürger zum selber Bebauen weiter.

Die Allgäuer Firma Hubert Schmid würde die Grundstücke erschließen und weiterverkaufen, und zwar zum Einkaufspreis plus Erschließungskosten, aber ohne weiteren Aufschlag – so zumindest soll sich Projektentwickler Jürgen Ganster in einem Gespräch mit Gemeinderätin Martina Uhlemann (Freie Wähler) geäußert haben.

Die Gemeinde könne vorgeben, an wen die Flächen verkauft werden, wodurch das Ganze wieder den Charakter eines Einheimischenmodells bekäme. Die Rede ist von 5000 Quadratmetern, mit denen so verfahren werden könnte. Das wäre ein gutes Drittel der Gesamtfläche.

Bürgermeister Pius Keller (CSU) und der Gemeinderat sind zu Verhandlungen bereit, wenn auch eine gewisse Skepsis herrscht. „Das Problem ist, dass schon wieder keine Preise genannt werden“, so Uhlemann. Auch bei der ursprünglich geplanten Bebauung war das Unternehmen erst sehr spät mit seinen Preisvorstellungen herausgerückt. „Ich habe kein Vertrauen in diesen Bauträger“, sagte auch Sabeeka Gangjee-Well (Dorfgemeinschaft/DG). „Aber wir sollten weiter verhandeln, weil viele Bürger händeringend auf Bauland warten.“ Der entsprechende Beschluss fiel einstimmig aus.

von Ulrike Osman

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