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Der Gemeinderat hat nun genau festgelegt, wo und wie in Gröbenzell geräumt und gestreut wird.

Winterdienst-Konzept überarbeitet

Winterdienst: Nur noch auf diesen Straßen wird im Winter Salz gestreut

Der Frühling ist da – doch der nächste Winter mit Schnee, Eis und Frost kommt bestimmt. Dafür hat der Gemeinderat nun den Bauhof gerüstet. Auf Antrag der Grünen-Fraktion wurde das Winterdienst-Konzept überarbeitet – und genau festgestellt, wo geräumt wird und was gestreut werden darf.

Gröbenzell - Fällt Schnee, rücken die Räumfahrzeuge ab um 4 Uhr morgens aus, um die Straßen davon zu befreien, berichtete der Leiter des Betriebshofs Augustin Hoffmann. Nach 22 Uhr ist der Winterdienst nicht mehr im Einsatz.

Wie und wo geräumt wird, führt immer wieder zu Beschwerden. So klagten Bürger beim Betriebshof darüber, dass auf Nebenstraßen zu wenig gestreut werde, und diese demzufolge glatt seien. Vize-Bürgermeister Martin Runge (Grüne) findet hingegen, dass zu viel Salz gestreut werde. Laut ihm würden Straße und Wege gesalzen, für die überhaupt kein Salz vorgesehen sei. Auch auf Radwegen würde dieses ausgebracht, so Runge.

Auf diese Klagen hat der Gemeinderat nun reagiert. Feuchtsalz wird künftig bei Schneefall auf der Freya-, Wildmoos-, Schubert-, Bahnhof-, Eschenrieder-, Lena-Christ-, Alpen-, Kirchen-, Rathaus-, Birken-, Exter-, und Industriestraße sowie dem Sonnen- und Spechtweg und der Straße Am Zillerhof verwendet.

Bei Schnee- oder Eisglätte werden Zubringer-, Wohnsammel- und die Straßen im Gewerbegebiet gesalzen. Ebenso Straßen, auf denen der Bus 832 fährt, und auch Straßen mit öffentlichen Einrichtungen sowie Kreuzungen mit vermehrtem Verkehrsaufkommen.

Anliegerstraßen werden lediglich geräumt und nur bei extremer Glätte mit Salz bestreut. Ebenso bei einer festgefahrenen Schneedecke auf der Fahrbahn, und wenn es anschließend taut. Auf verkehrswichtigen Rad- und Gehwegen und auf Brücken über Bächen wird bei Bedarf ebenfalls gesalzen, und bei Glätte auch auf öffentlichen Treppen und Rampen. Auf allen anderen Fußwegen, die von der Gemeinde geräumt werden müssen, wird in der Regel Splitt ausgebracht und nur bei extremer Glätte Salz verwendet.

Mehrere Gemeinderäte kritisierten zudem, dass so mancher Bürger seiner Pflicht, den Gehweg oder Straßenstreifen vor seinem Haus zu räumen, nicht nachkomme. Denn wie Bürgermeister Martin Schäfer jedes Jahr zu Beginn des Winters erinnert, sind die Bürger verpflichtet, die Gehsteige oder bei gehweglosen Straßen die Teile der Straße, die von Fußgängern genutzt werden, vor ihrem Grundstück von Schnee zu räumen und zu streuen, wenn es glatt ist. Dazu dürfen sie aber kein Salz verwenden.

Doch immer wieder gebe es Anwohner, die sich weigern dies zu tun, berichtete Reinhard Paesler (CSU). Er forderte, dass die Gemeinde etwas dagegen unternehmen müsse. Möglicherweise könne man ein Bußgeld verhängen, regte er an. Denn würden Gehwege und Gehstreifen nicht gestreut, würde so mancher Senior zu Hause bleiben müssen. Die Gemeinde tut bereits etwas gegen dieses Problem. Die Verweigerer würden angeschrieben, berichtete Hoffmann.

Susanne Schwind

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