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Philipp Heimerl (SPD) will die Brucker von sich überzeugen.

OB-Wahl

27-Jähriger will Brucks jüngster OB werden

Die letzte Nominierungsversammlung für die OB-Wahl am 7. Mai in Bruck ist vorbei. Die örtliche SPD stellt Fraktionsvorsitzenden Philipp Heimerl (27) auf. Die anwesenden 29 Brucker SPDler gaben Heimerl einstimmig das Vertrauen, einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Fürstenfeldbruck – Solidarität und Gerechtigkeit – diese zwei Themen machte der Wirtschaftsreferent bei der Versammlung als Grundwerte der SPD aus. Und genau die Schlagworte will der frisch gebackene OB-Kandidat in seinem Programm für den Wahlkampf immer wieder in den Vordergrund stellen. Das sei wichtig, denn die OB-Wahl entscheide darüber, wie die Stadt in Zukunft gestaltet würde.

Vor allem das Thema Wohnen ist dem 27-jährigen ehemaligen Kreisjugendring-Leiter deshalb wichtig. Zu den explodierenden Mietpreisen in der Region München sagte Heimerl: „Die Kommunen müssen sich mehr engagieren.“ Er warb deshalb für die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugenossenschaft. „Das kann ich als OB zusammen mit dem Stadtrat umsetzen.“ Vorhandenen Wohnraum müsse man zudem besser nutzen – Heimerl will deswegen ein kostenloses städtisches Wohnungsportal einrichten, um Angebot und Nachfrage besser koordinieren zu können.

Zusätzlich könne man als Kommune auch das genossenschaftliche Bauen besser fördern, zum Beispiel mit einer stärkeren Berücksichtigung bei Grundstücksverkäufen. Wohnen und Arbeiten zusammenbringen möchte Heimerl, der früher vier Jahre lang dem Stadtjugendrat vorsaß, auf dem Areal „Auf der Lände“. Dort könne man durch sinnvolle Nutzung bezahlbaren Wohnraum, Gewerbe, Kultur, Sport und Naherholung vereinen und so einen Stadtteil der kurzen Wege schaffen.

Ein klares Bekenntnis gab Heimerl zum Erhalt der Subkultur im Alten Schlachthof und der Footballer „Fursty Razorbacks“ auf der Lände.

Beim Thema Stadtentwicklung sei die große Herausforderung, „aus vielen einzelnen Projekten ein großes Ganzes zu machen“. Außerdem meinte Heimerl, man dürfe nicht alle Aufgaben bis zur Konversion des Fliegerhorstes aufschieben. Bis dieser frei werde, dauere es noch bis 2023. Generell will der Wirtschafts-Referent im Bereich Gewerbe auch verstärkt Start-Ups und junge Gründer mehr unterstützen.

Von der anwesenden SPD-Prominenz war lediglich der Landtagsabgeordnete Herbert Kränzlein ein wenig wehmütig. Denn Heimerl ist sein Büroleiter – im Falle eines Wahlsieges müsste Kränzlein auf ihn verzichten.

Trotzdem wollen die Genossen das Projekt „Jüngster OB in Deutschland“ anpacken, wie SPD-Bundestagskandidat Michael Schrodi sagte. Diesen Titel will man den Dachauern abluchsen – dort ist ein junger Partei-Genosse Oberbürgermeister. Trotz der „Knochenarbeit“, die ihm im Wahlkampf bevorsteht: Heimerl freut sich, darauf, die Brucker von sich zu überzeugen, wie er sagte.

Fabian Dilger

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