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Martin Runge will Brucker OB werden.

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OB-Wahl in Fürstenfeldbruck: Bürgervereinigung setzt auf Straßen-Wahlkampf

Die anstehende OB-Wahl hat die Jahresversammlung der BBV geprägt. Kandidat Martin Runge rüttelte die BBV-Mitglieder wach für die heiße Phase des Wahlkampfes. Die Strategie der Bürgervereinigung: Man will in den kommenden Wochen die persönlichen Qualitäten Runges hervorheben.

Fürstenfeldbruck – Die Kasse ist gut gefüllt. Das ist auch notwendig für Wahlkampf-Aktionen: Flyer, Plakate, BBV-Taschen und eine Zeitung extra für den Wahlkampf – mit all dem steht die BBV nun in den Startlöchern, sagte der Vorsitzende und Fraktionschef Klaus Quinten. Er will die Menschen von den Vorzügen eines auswärtigen OB-Kandidaten überzeugen. Behördenchefs in Bayern kämen schließlich auch nicht aus dem eigenen Haus, und auch der OB sei nun mal ein Verwaltungschef, sagt er. Und für das Amt komme es natürlich auf die Referenzen der einzelnen Bewerber an – von denen Martin Runge mit seiner politischen Erfahrung einige vorweisen könne. „Das müssen wir versuchen, den Leuten klarzumachen. Rational hat es Vorteile“, sagte Quinten.

Auch für Stadträtin Irene Weinberg ist die große kommunalpolitische Kompetenz Runges ein Trumpf: „Mit Martin Runge kommt jemand, der sich nicht erst einarbeiten muss.“

Auch die anderen BBV-Mitglieder sind von ihrem Kandidaten als Person überzeugt. Das merkte man bei der Aussprache zum Wahlkampf. Er habe gar nicht gewusst, dass es so viele Lokalpatrioten gebe, flachste ein Mitglied. Man höre immer wieder von Bekannten: „Er ist halt von auswärts.“ Dabei habe es doch auch in der Vergangenheit ähnliche Konstellationen gegeben. Genannt wurde zum Beispiel das CSU-Urgestein Ludwig Lösch, der Bürgermeister von Maisach werden wollte.

„Die eigentliche Botschaft muss sein, welchem Kandidaten traut ihr das zu“, sagte Runge. Er traue sich den Posten als Brucker OB auf alle Fälle zu. Bei Verhandlungen mit der bayerischen Staatsregierung müsse er zum Beispiel auch nicht auf sein Parteibuch achten – eine Spitze gegen den amtierenden CSU-Bürgermeister Erich Raff. Runge appellierte an alle BBVler, vor allem bei Freunden, Familien, Nachbarn und Bekannten um Stimmen zu werben. Bisher habe man am Organisatorischen und an Inhalten gefeilt, doch jetzt gehe der Wahlkampf richtig los. An den Wochenenden will die BBV mehrere Infostände in der Stadt aufstellen, an denen Runge Rede und Antwort steht. Das Radl für den Wahlkampf samt Elektromotor sei schon in der Endfertigung, sagte Runge.

Stadtrat Hardy Baumann meinte, alle Helfer an den Infoständen sollten sich vorab auf mögliche Fragen vorbereiten und sich die Inhalte zu Gemüte führen. Der ehemalige Vorsitzende Fred Härtl versprach, man werde „massiv“ auf der Straße auftreten. Klaus Zieglmeier forderte die Mitglieder auf, unsachliche Leserbriefe in der Presse zu beantworten und argumentativ zu entkräften. Stadtrat Karl Danke sagte: „Wir brauchen uns nicht verstecken und müssen nicht gegen andere schießen.“ 

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Fabian Dilger

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