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Noch steht ein Zaun an der Stelle, an der einmal die Mauer hin soll. Das 20 Meter lange Stück führt dann die Klostergartenmauer fort. 

Klosterhof Spielberg

82 000 Euro für 40 Meter lange Mauer

Der Beschluss zur Sanierung der Außenanlagen am Klosterhof Spielberg in Oberschweinbach im Rahmen der Städtebauförderung liegt zwar schon beinahe zwei Jahre zurück, doch nun kam das Thema wieder auf die Tagesordnung. Streitpunkt im Gemeinderat war die Ergänzung der Klostergartenmauer. Kosten: 82 000 Euro.

OberschweinbachEigentlich hatte man das Vorhaben schon im Vorjahr realisieren wollen. Denn für die Maßnahme hatte es eine Förderzusage gegeben. Doch die finanziellen Mittel der Gemeinde waren seinerzeit knapp, also wurde das Projekt verschoben.

Die Zusage ist zwar mittlerweile abgelaufen, doch die Regierung von Oberbayern hatte eine Verlängerung in Aussicht gestellt. 60 Prozent der förderfähigen Kosten werden übernommen. Diese sind nun aber in die Höhe geschossen.

Bei der letzten Schätzung vor eineinhalb Jahren hatte man für die Restaurierung des Metallgitters vom Einfahrtstor eine Kostenschätzung von 3000 Euro bekommen. Diese Summe hat sich mittlerweile fast verfünffacht. Grund: Der Rost sitzt schon so tief. „Das gefällt mir auch nicht, aber wenn man es macht, muss man es richtig machen“, so Bürgermeister Norbert Riepl (DG/CSU). Die Kosten für die Sanierung der inneren Klostergartenmauer mit knapp 40 000 Euro bleiben gleich.

Was aber einigen Gemeinderäten gegen den Strich geht, ist die hohe Summe, die für die Ergänzung der Klostergartenmauer entlang der südlichen Straße fällig wird. Satte 82 000 Euro sind hierfür an Kostenschätzung eingegangen. Derzeit steht dort ein Drahtzaun mit Holzpfosten.

Andreas Marschner (BV Günzlhofen) nannte die Summe „einen Wahnsinn“. „Völlig wurscht, ob das die Gemeinde zahlt oder der Staat. Eine solche Summe für eine 40 Meter lange Mauer kann ich nicht befürworten. Dafür kann man ja ein Haus bauen.“ Könne man nicht irgendetwas finden, das schön sei und nicht gleich ein Vermögen koste, wollte er wissen. Johannes Heitler (DG/CSU) ergänzte: „Diese Summe steht in keiner Relation zu Nutzen und Ästhetik. Und der jetzige Zaun ist keine optische Katastrophe.“

Lutz Rosenbaum (BV Günzlhofen) stellte den Antrag, die Maßnahme an der Mauer komplett aus dem Förderantrag rauszunehmen: „Dem kann ich so nicht zustimmen.“ Es bestehe die Gefahr, dass man aus der Förderung heraus falle, gab der Rathauschef hier zu bedenken. Denkbar knapp scheiterte Rosenbaum mit seinem Antrag (5:6).

Die Mauer bleibt nun mit in dem Paket im Rahmen der Städtebauförderung, jedoch mit einem Zusatz. Da man sich einen möglichen barrierefreien Zugang zum Rathaus nicht verbauen will, muss dies bei der Ergänzung der Klostermauer berücksichtigt werden. Mit 7:4 votierte der Gemeinderat für das insgesamt 165 000 Euro teure Projekt. (gog)

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