Der Allwetter-Platz der Montessori-Schule in Günzlhofen muss dringend saniert werden.
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Der Allwetter-Platz der Montessori-Schule in Günzlhofen muss dringend saniert werden.

Dringender Handlungsbedarf

Allwetterplatz der Montessori-Schule in Günzlhofen soll aufwendig saniert werden

  • vonStephanie Hartl
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Der Allwetter-Platz der Montessori-Schule in Günzlhofen muss dringend saniert werden. Zuständig dafür ist der Schulverband, dem neben Oberschweinbach noch die Gemeinden Althegnenberg, Hattenhofen und Mittelstetten angehören.

Günzlhofen – In der Vergangenheit waren schon mehrere defekte Stellen verschlossen worden, doch generell ist die rote Deckschicht der 635 Quadratmeter großen Fläche, die als auch Hartplatz bezeichnet wird, sehr verbraucht. Für eine Sanierung sind nun zwei Methoden denkbar.

Bürgermeister Norbert Riepl (CSU/DG), der auch als Vorsitzender des Schulverbands fungiert, hat beide Varianten in der ersten Sitzung des Jahres dem Gemeinderat erläutert. Bei der günstigen Lösung wird der vorhandene Belag mittels Hochdruck gereinigt. Risse und schadhaftes Material werden ausgetauscht und der Bereich grundiert. Danach folgt eine neue rote Deckschicht. Dies kostet knapp 32 000 Euro und wird geschätzt zehn Jahre halten. Eventuell wird es aber noch mehr kosten, denn der Zustand des Untergrundes kann erst nach der Reinigung festgestellt werden.

Bei der zweiten Variante wird der komplette Belag entfernt, der Asphalt gereinigt und grundiert. Danach folgt eine Basisschicht und erst darauf die rote Deckschicht. Dies kostet rund 100 000 Euro, hat aber eine geschätzte Lebensdauer von 20 Jahren.

Wie der Rathauschef berichtete, tendierten seine drei Bürgermeister-Kollegen eher zu Variante zwei. Zudem wurde angeregt, dass die Gemeinde Oberschweinbach sich ebenfalls finanziell an der Sanierung beteiligt, da der Platz nicht nur von der Montessori-Schule benutzt wird, sondern auch die Kinder der Gemeinde dort spielen und auch die Vereine das Areal benutzten dürfen. Somit würden 20 Prozent der Kosten auf die Gemeinde Oberschweinbach entfallen.

Riepl erinnerte sein Gremium daran, dass der Schulverband sich in der jüngsten Vergangenheit sehr großzügig gezeigt hatte, als es um Sanierung des Bodens der Turnhalle und den Parkplatz am Sportplatz ging und sich dort ebenfalls an den Kosten beteiligt hatte. Er sprach sich für die Variante zwei aus: „Ich halte die große Lösung für sinnvoller.“

Lutz Rosenbaum (CSU/DG) hingegen wollte die Variante eins nicht vom Tisch wischen. „Für den Preis könnten wir das Ganze in 30 Jahren dreimal neu beschichten lassen.“ Man müsse derzeit jeden Euro sparen und es werde ohnehin „ein schwieriges Jahr werden“.

„Ja, das ist viel Geld, aber unsere Kinder nutzen den Platz mehr als die Schule. Daher sollten wir nicht kleinlich sein“, entgegnete Riepl. Entschieden ist derzeit ohnehin noch nichts im Schulverband, die Ausschreibung folgt erst noch.

Im Haushalt hat der Verband allerdings schon Mittel eingestellt. Das Gremium entschied einstimmig, dass sich die Gemeinde Oberschweinbach ebenfalls zu 20 Prozent an den Kosten der Sanierung beteiligen wird und votierten für Variante zwei.

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