Norbert Riepl„Alleingänge sind nicht meins.“

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl 2020: Oberschweinbachs Rathaus-Chef will weitermachen

  • schließen

 Norbert Riepl, amtierender Bürgermeister von Oberschweinbach, wird sich im kommenden Jahr erneut zur Wahl stellen, und zwar auf der Liste der CSU/Dorfgemeinschaft. 

OberschweinbachDer 57-Jährige ist parteilos, wird aber wie schon bei der Kommunalwahl 2014 von der örtlichen CSU unterstützt. Den Segen der Partei hat er inzwischen.

„Ich brenne nach wie vor mit Herzblut für unser Dorf – das treibt mich an“, sagt Riepl. Es gebe auch viele Rückmeldungen seitens der Bürger. „Das ist eine großartige Bestätigung für unsere Arbeit im Gemeinderat“, findet er. Es mache Freude, sich für die Leute in den Ortsteilen einzusetzen. Bisher habe es auch gut funktioniert mit Familie, Hauptberuf und Amt.

Von der Gruppierung „Dorf mit Zukunft“, der Bürgervereinigung Günzlhofen und den „Freien Wählern Miteinander“ ist derzeit nichts bekannt von einem Mitbewerber. Riepl sagt dazu: „Wenn noch jemand aus dem Busch kommt, das Amt gerne übernehmen will und Oberschweinbach möchte lieber diesen Kandidaten haben, ist das für mich in Ordnung.“

Teamplayer

Der Vater zweier erwachsener Kinder, mittlerweile hat er auch schon einen Enkel, sieht sich als Teamplayer – „vielleicht bin ich das auch ein bisschen zu oft“, sagt er lachend: „Aber Alleingänge sind einfach nicht meins.“

Vieles wurde angestoßen in den bisherigen fünf Jahren unter Riepl als Bürgermeister. „Unser Ziel ist es im Gemeinderat, Oberschweinbach wieder auf eine finanziell vernünftige Basis zu stellen.“ Das müsse man Schritt für Schritt schaffen. Riepls Herzensprojekte betreffen bezahlbares Bauland für Einheimische. Beim Baugebiet Schlossfeld Süd in Oberschweinbach geht es voran, für die Erweiterung am Kleinfeld in Günzlhofen sind die Weichen gestellt. Das zweite große Thema ist ein eigener Jugendraum. Nach gutem Start im Vorjahr gab es aber dann keine Betreuer mehr. Nun soll ein Profi übernehmen. „Es ist eine Testphase bis zu den Sommerferien, aber es hört sich gut an, was er vorhat“, sagt Riepl. Und auf dem Klosterareal geht es mit dem Umbau des ersten Stocks im Rathaus bald los.

Radweg nach Günzlhofen

Dann geht es noch um einen Radweg zwischen Oberschweinbach und Günzlhofen. „Wir sind natürlich haushaltstechnische etwas geknebelt, Versprechen kann man keine machen, aber der Gemeinderat beschäftigt sich konkret mit diesem Thema.“

Natürlich gab es in seiner bisherigen Amtszeit auch Unerfreuliches. „Klar gibt es Geschichten, die mich massiv geärgert habe“, sagt Riepl. „Die Rampe am Rathaus hat viel Zeit und Energie gekostet.“ Wegen des Denkmalschutzes wurde es nichts mit der Barrierefreiheit. Doch Positives wiegt den Ärger auf, betont der 57-Jährige: „Es gibt gute Kontakte zur Montessori-Schule, zum Zweckverband und in die Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf.“

Auch interessant: 

Die Kommunalwahl 2020 in der Region Fürstenfeldbruck

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Kommunalwahl 2020 in der Region Fürstenfeldbruck
Im Frühjahr 2020 sind die Bürger auch in der Region Fürstenfeldbruck dazu aufgerufen, den Landrat, die Rathauschefs sowie Kreis,- Stadt,- und Gemeinderäte zu wählen: Am …
Die Kommunalwahl 2020 in der Region Fürstenfeldbruck
Der erste Bürgermeisterkandidat in Kottgeisering
Der bis dato einzige Bürgermeisterkandidat des Dorfes, Andreas Folger, ist von der Bürgervereinigung (BV) jetzt offiziell nominiert. Und er hat sich mit der zahlenmäßig …
Der erste Bürgermeisterkandidat in Kottgeisering
Geringere Kosten fürs Familiengrab
Zum 1. Januar ändern sich die Gebühren auf dem Gemeindefriedhof.
Geringere Kosten fürs Familiengrab
Beerdigungen werden teurer
Die Grafrather müssen für Beerdigungen auf dem Friedhof künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bislang profitierten sie von einem mehr als zwei Jahrzehnte alten …
Beerdigungen werden teurer

Kommentare