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Der Bauwagen als Oberschweinbacher Jugendtreff: die Mädchen und Buben mit Bürgermeister Norbert Riepl (4.v.l.) sowie den Gemeinderatsmitgliedern Thomas Gaeb (3.v.l.), Andreas Marschner (2.v.l.) und Johannes Heitler (vorne).  

Erster Termin zur Einrichtungsplanung

In Oberschweinbach: Bauwagen wird zum Jugendtreff

Die Wartezeit hat ein Ende, die Jugendlichen fiebern dem Starttermin entgegen: Die Gemeinde hat für sie einen neuwertigen Bauwagen erworben und aufgestellt. Das soll der neue Treffpunkt für Oberschweinbachs Jugend werden.

OberschweinbachBeim ersten Termin mit Bürgermeister Norbert Riepl (DG/CSU) sowie dem Jugend-Ausschuss, bestehend aus den Gemeinderäten Thomas Gaeb, Johannes Heitler (beide DG/CSU) und Andreas Marschner (BV Günzlhofen), kamen zwölf Buben und Mädchen zusammen, um sich den neuen Jugendtreff einmal genau anzuschauen. Der Wagen steht am Eingang des Klostergartens, war bisher aber verschlossen. Jetzt war ein Blick ins Innere möglich.

Der Rathauschef machte die Begrüßung kurz. „Dieser Wagen hier ist nur für die Jugend. Jetzt ist es an euch, ihn nach euren Vorstellungen einzurichten.“ Ein paar Euro im Haushalt der Gemeinde seien hierfür vorgesehen, scherzte er noch, bevor die Jugend hinein durfte.

Und sofort ging es ans Planen. Noah und Niklas, mit 15 Jahren die beiden Ältesten, sind mit Maßband gekommen und machen sich ans Messen. Denn eine Couch hätten sie schon in Aussicht. „Passt rein“, so ihr Urteil. Die kleine Theke im Inneren ist ein echter Blickfang, dahinter hätte ein Mini-Kühlschrank Platz. Lichterketten wären noch gut, ein Tisch und Barhocker – und ein Fernseher. Vielleicht ein Kicker. Die Vorschläge reißen nicht ab.

Der Jugend-Ausschuss habe sich geärgert, dass man so lange warten musste, berichtet Marschner. Denn schon bei der Jugend-Werkstatt vor ein paar Jahren sei von einem Jugendraum gesprochen worden. Erste Wahl wäre das Rathaus-Obergeschoss gewesen. Doch die dortigen Räume wird die Gemeinde zu Appartements umbauen und ans Personal des Altenheims vermieten. Also musste eine Alternative her. „Wir haben überlegt, was geeignet wäre“, so Marschner weiter. Aber entweder war das Objekt nicht passend oder ein Umbau wäre zu teuer gekommen. Die Bauwagen-Lösung war nun eine glückliche Fügung.

Einzig an der Betreuung hakt es derzeit noch. Denn ohne einen Erwachsenen, der ein bisschen drauf schaut, dass die Treffen nicht aus dem Ruder laufen, geht es nicht. Das hat der Gemeinderat festgelegt. Für den Nebenjob, der auch bezahlt wird, sucht man derzeit Kandidaten, idealerweise im Alter von 18 bis 25 Jahren. Denn dass Eltern die Aufsicht übernehmen, ist von keiner der beiden Seiten gewollt. „Große pädagogische Konzepte sind aber auch nicht geplant“, ergänzt Johannes Heitler.

Alkohol, Drogen, Zigaretten und Mist im Internet anschauen – das gibt es nicht. Darauf soll der Betreuer achten. Und dass es nicht zu laut wird. Rücksicht auf die Nachbarn, das hat absolute Priorität. Denn die Anwohner sind durch Hochzeitsgesellschaften, die in der Klosterremise feiern und teils extrem laut sind, sensibilisiert.

Was sie wollen für ihren Jugendraum, das wissen die zwölf Mädchen und Buben schnell. Und eine WhatsApp-Gruppe wird auch gleich gegründet. Beim nächsten Treffen werden die ersten Sachen in den Bauwagen gepackt, viele bringen von zuhause etwas mit. Und wenn dann ein Betreuer gefunden ist, kann es endlich losgehen für die Oberschweinbacher Jugend. (gog)

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