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Die aktiven Mitglieder der Feuerwehr Günzlhofen. Am Samstag laden sie zum Tag der offenen Tür. 

Jubiläum in Günzlhofen

Kleinste Feuerwehr des Landkreises feiert 110. Geburtstag

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Eine der kleinsten Feuerwehren im Landkreis feiert ein großes Jubiläum. Die Wehr in Günzlhofen wurde 1908 gegründet. Den 110. Geburtstag feiern die Floriansjünger mit einem Tag der offenen Tür diesen Samstag, 25. August. Ein Riesen-Fest gibt es zwar nicht, aber ganz ohne Feier wollte man das Jubiläumsjahr auch nicht verstreichen lassen.

Günzlhofen – „Wir wollen uns ein bisschen präsentieren“, sagt Kommandant Peter Plank. Ab 15 Uhr wird im Hof vor dem Feuerwehrhaus gefeiert. Vor allem für die Kinder ist einiges geboten. Sackhüpfen, Dosenschießen, Basteln und mit dem großen Schlauch spritzen – da dürfte kaum einer trocken bleiben. „Das wird schon eine Gaudi werden für die Kleinen“, so Plank.

Für die Erwachsenen dürfte die Schätzfrage interessant sein. Das Gewicht vom Feuerwehrauto inklusive der Staffelbesetzung von sechs Mann soll erraten werden. Für die drei Teilnehmer, die am nächsten an dem tatsächlichen Gewicht dran sind, gibt es kleine Preise. Außerdem gibt es Informationen über Brandmelder und die Ausrüstung kann angeschaut werden. Wer sich also schon immer mal gefragt hat, wie es im Inneren eines Feuerwehrhauses aussieht und wie die Aktiven arbeiten, hat hier die Gelegenheit.

Ein Bild aus dem Jahr 1963: Damals wurde eine Zapfwellenpumpe in Betrieb genommen.

Derzeit gibt es 18 aktive Feuerwehrler in Günzlhofen, darunter auch zwei Frauen. Weibliche Mitglieder gibt es hier aber schon seit den 90er Jahren. Und während der Kriegsjahre waren sowieso die Frauen gefragt, wenn es irgendwo gebrannt hat. Bei der Gründungsversammlung der Günzlhofener Wehr am 15. März 1908 waren es stolze 28 Mitglieder, mehr als derzeit aktiv im Dienst sind. Bis ins Jahr 1954 sind in einem Buch die Übungen notiert worden, anfangs noch in altdeutscher Schrift. Viel Bildmaterial gibt es zwar nicht aus den frühen Jahren, aber es gibt noch Erzählungen der Urgroßväter und Großväter.

Im Gedächtnis geblieben ist der Brand im Pfarrhof im Jahr 1958, als ein Stadl auf dem Areal komplett niederbrannte. „Da waren aber nur landwirtschaftliche Geräte untergebracht, die Kühe waren im anderen Stall und wurden gerettet“, weiß Vitus Trinkl, Kommandant von 1974 bis 2005, aus Erzählungen.

Ein eigenes Feuerwehrauto haben die Günzlhofener erst seit 1993, ganz am Anfang wurde mit Ochsenkarren und einer Handpumpe aus einem Odelfassl gelöscht, später zog ein Traktor einen Tank. 1963 konnte man stolz eine Zapfwellen-Pumpe anschaffen, zuvor hatte bis in die 50er-Jahre hinein die alte Spritze ihren Dienst verrichtet.

Das erste Auto war bei der großen 1200-Jahrfeier von Günzlhofen im Rahmen des Festgottesdienstes geweiht worden. Als 2010 das jetzige Fahrzeug kam, standen im Feuerwehrhaus große Umbauarbeiten an, denn die Garage war zu niedrig für das neue Auto. Kurz zuvor hatten die Floriansjünger eine große Krise überstanden, denn man stand kurz vor der Auflösung und der Verkauf des Feuerwehrhauses war zu befürchten. Doch die Krise wurde abgewendet und die Günzlhofener Wehr steht mittlerweile solide da. 

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