Drei Beiträge in der Bürgerversammlung

“Ruhestörung ohne Ende“: Anwohner verzweifeln an Party-Haushalt 

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Die Lärmbelästigung durch die Anwohner eines bestimmten Hauses im Ort beschäftigt die Oberschweinbacher - das ist auch in der Bürgerversammlung ein großes Thema.

Oberschweinbach –  Gleich drei Bürger hatten hierzu Wortbeiträge. „Die Partys dauern oft von Freitag bis Sonntag, es ist eine Ruhestörung ohne Ende. Und die Autos werden am Bach gerichtet – so kann es doch nicht weiter gehen“, beschwerte sich ein Nachbar. Da müsse man beim Ramadama schon viel Zeit investieren, um speziell dort aufzuräumen. „Die beschallen bei uns das ganze Viertel“, bestätigte eine weitere Anwohnerin. Wenn die Polizei komme, werde die Musik kurz leiser gemacht. Sobald die Streife weg ist, würde wieder laut gedreht. Auch dass ständig auf dem Gehweg geparkt werde, sodass Schulkinder auf die Straße ausweichen müssen, sei ein Ärgernis.

In der Gemeinde kennt man die Problematik. Ordnungsamt und Polizei seien immer wieder vor Ort, es ändere sich aber nichts. Bürgermeister Norbert Riepl ist ratlos: „Ich habe volles Verständnis für euch, das ist nicht tragbar. Wir waren schon oft vor Ort.“ Man könne rechtlich aber nichts machen. „Wir freuen uns auf jeden Fall nicht auf den Sommer, denn draußen sitzen und grillen macht keinen Spaß mehr“, so das Fazit eines Nachbarn.

Andere Möglichkeiten für einen Windrad-Standort

Auch das Thema Windrad bewegt die Oberschweinbacher. Ein Vertreter der Interessengemeinschaft, die sich gegen den geplanten Standort zur Wehr setzen will, betonte, man dürfe nicht zu viel Zeit verlieren: „Wir müssen ein Signal Richtung Mammendorf setzen, dass wir nicht damit einverstanden sind.“ Das sei ein enormer Eingriff in den Wald. Und, da ist er sicher: „Da werden dann weitere Windräder kommen.“ Es gebe andere Möglichkeiten für einen Windrad-Standort.

Die Gemeinde lässt sich in dieser Sache von einem Rechtsanwaltbüro beraten, so der Rathauschef. Das hatte der Gemeinderat beschlossen, wenn auch nicht einstimmig. Riepl: „Mammendorf hat jetzt noch nicht mal den Bebauungsplan geändert, aber wir spielen bei dem Thema nicht heimlich.“ Ein entsprechendes Gutachten, das ausloten würde, welche Tierarten von einem solchen Eingriff bedroht wären, sei derzeit seitens der Gemeinde nicht geplant: „Wir müssen die weitere Entwicklung abwarten.“

Riepl verspricht: „Da wird etwas gemacht“

Weitere Meldungen gab es zum Thema Duschen in der Turnhalle. „Sieben Duschen sind gerichtet worden“, sagte der Rathauschef. Und eine Verbesserung zu früher sei deutlich zu erkennen. Auch der Zustand verschiedener Straßen wurde angesprochen. Riepl ließ alles notieren. So werde die Imhoffstraße, die nach dem Breitband-Ausbau aufgebaggert wurde, natürlich wieder instandgesetzt. Auch bei den Straßen Richtung Herrnzell und der Verbindung nach Hattenhofen „wird etwas gemacht“.

Beim Thema Leitplanken für die Ortsverbindungsstraße von Oberschweinbach und Günzlhofen werden derzeit Angebote eingeholt. Beschlossen hat der Gemeinderat in dieser Sache aber noch nichts. 

Stephanie Hartl

Rubriklistenbild: © dpa / Karl-Josef Hildenbrand

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