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Jubiläum

Montessori-Schule feiert in der Manege

Es war ein langer Weg, den die Montessori-Schule zurückgelegt hat. Oft steinig und mit vielen scheinbar unüberwindbaren Hindernissen gespickt, die es zu bewältigen galt. Umso bedeutsamer ist die Feier zum 25-jährigen Bestehen der Schule im Landkreis, die seit 2014 in Günzlhofen ihr Zuhause hat.

GünzlhofenGefeiert wurde mit einer großartigen Zirkusvorstellung, bei der man die vergangenen 25 Jahre der Schulgeschichte Revue passieren ließ. „Die Vorbereitungen begannen schon Ende des letzten Schuljahres“, berichtet Schulleiterin Melanie Stiebling. Wer aber nun meint, dass die letzte Zeit statt Unterricht nur Zirkus auf dem Programm stand, der irrt. „Geprobt wurde nur eine Woche lang“, so die Schulchefin. „Und alles ist gut gelaufen“, ergänzt Montessori-Vorstand Anke Bille. Zwei Vorstellungen im riesigen Zirkus-Zelt hatten Lehrer und Schüler auf die Beine gestellt, um das Jubiläum ihrer Schule gebührend zu feiern.

Und das Ergebnis konnte sich wahrlich sehen lassen. Das Zelt war voll, die Regenschauer konnten niemanden abschrecken, alle warteten gespannt darauf, dass es endlich losgeht. Doch zuvor betraten neben Anke Bille auch die beiden Schulleiterinnen Annette Becker und Melanie Stiebling die Bühne. Aber nur kurz, denn wie Anke Bille betonte: „Wir gestalten doch unsere Feste immer so, dass sie unterhalten und nicht eine Rede nach der anderen kommt.“ Nach dem Ruf „Manege frei für die Artisten“ ging es auch endlich los. Und zwar mit einem Paukenschlag, besser gesagt, mit Trommeln, die das Zelt zum Beben brachten. Nach diesem furiosen Intro begann die Zeitreise (siehe Kasten) und das Publikum wurde sofort mitgenommen.

Den Anfang machte die Gruppe an dem Vertikaltuch. Die Artisten wickelten sich ein und wieder aus, schraubten sich nach unten in einem irrwitzigen Tempo, das einem der Atem stockte. Danach kam die Gruppe an der Laufkugel. Balanciert wurde auf zwei großen Gymnastikbällen – getreu dem Motto, das an die Jahre 1994 bis 1996 erinnerte, als die Montessori-Schule erst nach Bruck zog und dann nach Olching. Die Hip Hop-Crew folgte als nächstes, dann als erste Zwischennummer die Clown-Schule. Die trieb dem Publikum vor Lachen die Tränen in die Augen, weil man ja alles allzu wörtlich nahm, was der Herr Lehrer sagte und ihn damit zum Verzweifeln brachten. Die Fakire mit Nagelbett, Glasscherben und Feuer-Stöcken sorgten hingegen für Gänsehaut pur.

Hoch hinaus ging es dann mit dem Trapez – schwungvoll lautete das Thema, denn 2002 folgten die ersten Abschlüsse an der Montessori-Schule: Hauptschul- (HSA), Mittelschul-Abschluss (MSA) und Quali wurden gemacht. Kampfbetont gab sich die Capoeira-Truppe – was an den Baustopp 2005 erinnerte, der fünf Jahre Planungen für einen Neubau zunichte machte. Mit Akrobatik ging es weiter, die Clowns sorgten danach wieder für viele Lacher im Zelt.

Den Abschluss der Vorführung bildeten der Parcours und die Tücher-Jongleure. Nach zwei Stunden Action, Staunen und Lachen kam ein emotionaler Moment, als die Lehrer, Schüler und Eltern der ersten Stunde auf die Bühne durften, die 1993 als Erstklässler ihr Montessori-Projekt anschoben – „mit unglaublicher Energie und tollem Zusammenhalt“, wie sich Anke Bille erinnert. Und nach einem Lied als Dankeschön ging dieses Jubiläum dann auch zu Ende. Auf die nächsten 25 Jahre der Montessori-Schule.

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