Haushalt

Nach 28-minütiger Beratung steht der Etat

Der Haushalt für 2018 ist unter Dach und Fach. Heuer ist erstmals seit dem Kindergarten-Neubau wieder eine Kreditaufnahme in Höhe von 550 000 Euro vorgesehen. Bürgermeister Norbert Riepl (DG/CSU) nannte die Planungen dennoch „eher konservativ“. 

Oberschweinbach – 28 Minuten nach Sitzungsbeginn war alles beschlossen. „Das dürfte einer unserer schnellsten Haushalte gewesen sein“, sagte der Rathauschef. Der Finanzausschuss hatte bereits vorberaten, so dass auch kaum Fragen offen blieben.

Größter Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt bleiben wie immer die beiden Umlagen. Für die Kreisumlage werden heuer 777 300 Euro fällig, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf schlägt mit 248 550 Euro zu Buche. Demgegenüber stehen auf der Einnahmenseite als großer Brocken die Schlüsselzuweisung (384 000 Euro) und die Einnahmen aus der Gewerbesteuer (250 000 Euro). Dazu kommen noch Grundstücksverkäufe, die 294 000 Euro in die Gemeindekasse spülen.

Für den Ausbau des Rathaus-Obergeschosses zu Wohnungen muss die Gemeinde heuer tief in die Tasche greifen. Laut Planung der zuständigen Architektin wurde ein Betrag von 980 000 Euro eingeplant. Dafür ist eine Kreditaufnahme von 550 000 Euro nötig, außerdem werden aus den Rücklagen 557 000 Euro entnommen. Ein Zuschuss nach dem Kommunalen Wohnraumförderprogramm (KommWFP) in Höhe von 100 000 Euro steht dafür auf der Einnahmenseite. Insgesamt werden für das Projekt wohl 300 000 Euro an Zuschüssen gezahlt. Für eine geplante Rampe, die den barrierefreien Zugang zum Rathaus ermöglicht, sind 40 000 Euro im Haushalt bereitgestellt.

Auch in Sachen Straßenbau ist eine große Investition geplant. So stehen auf dem Programm der Gehweg an der Herrnzeller Straße (40 000 Euro), ein Radweg zwischen Günzlhofen und Oberschweinbach (75 000) und ein Radweg von Spielberg Richtung Kreisverkehr (175 000).

Der Schuldenstand der Gemeinde wird zum Ende des Jahres stolze 1,2 Millionen Euro betragen, für die Pro-Kopf-Verschuldung bedeutet dies eine Summe von 720,30 Euro. Dennoch geht die Gemeinde nicht ans Limit ihrer finanziellen Möglichkeiten. „Die Rücklagen sinken gewaltig“, so Riepl. Die Finanzplanung in den Folgejahren werde jedoch wieder besser. Zudem sind weitere Einnahmen aus Grundstücksverkäufen zu erwarten. „Nicht investieren wäre in meinen Augen falsch. Wir haben bei den Ausgaben mehr Puffer eingeplant.“ Laut Vorbericht von Kämmerer Richard Furtmeier ist die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde gegeben. Das Gremium votierte einstimmig für den Haushalt in der vorliegenden Form. (gog)

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