Spielberg

Neue Chefin: Hofladen macht wieder auf

Spielberg/Günzlhofen – Groß war die Enttäuschung, als das Aus des Hofladens der Familie Auracher in Spielberg öffentlich wurde. Aber jetzt geht es doch weiter. Aufgrund des Artikels im Tagblatt hat sich eine neue Chefin für den Laden gemeldet.

Der Hofladen steht unmittelbar vor dem Comeback. Am 6. Oktober wird das kleine Bio-Geschäft in Spielberg, das Gabriele Auracher vor kurzem erst geschlossen hat, wieder eröffnet. Die neue Ladenchefin heißt Carmen Zeller-Rosenbaum und kommt aus Günzlhofen.

Es sind nur einige Wörter, in Kreide auf einer Tafel geschrieben, doch für so manchen bedeutet die Nachricht der Neueröffnung viel mehr. Als Aurachers Hofladen in Spielberg zu machte, vermeintlich für immer, brach ein Stück Ortsgemeinschaft weg. Gabriele Auracher hatte das Geschäft 1999 eröffnet, heuer hatte sie gemeinsam mit Ehemann Herbert entschieden, den Laden zu schließen. Ihr gehe die Kraft aus, hatte sie erklärt.

Ein potentieller Nachfolger zog sich wieder zurück, das endgültige Aus des kleinen Ladens, der frisches Obst und Gemüse, Eier, Milchprodukte, Säfte und vieles mehr anbot, schien besiegelt. Carmen Zeller-Rosenbaum erfuhr das alles aus dem Brucker Tagblatt. „Ich war total überrascht“, sagt sie. Die 48-Jährige war selbst oft als Kundin im Hofladen. „Da hat es mir schon immer gut gefallen“, schwärmt die 48-Jährige. Im Gespräch mit ihrem Ehemann Lutz Rosenbaum entstand dann die Idee, dass sie in die Presche springen könnte. Die beiden Günzlhofener setzten sich mit den Aurachers in Verbindung. Und bald wurden Nägel mit Köpfen gemacht.

„I gfrei mi richtig, dass es weiter geht“, sagt Gabriele Auracher. Besonders freut sie, dass es in einem so kleinen Ort jemanden gibt, der sagt, dieser Laden hier ist wichtig. Am erfolgreichen Konzept des Ladens wird sich nichts ändern „Es geht so weiter, wie bisher“, erklärt die neue Chefin Carmen Zeller-Rosenbaum. „Es lief auch alles gut, warum sollte man das großartig ändern?“

Ganz ohne Neuerungen wird es aber natürlich nicht abgehen – die augenfälligste ist ein neuer Name für das Geschäft. Gemeinsam mit ihrer Tochter Cassandra ist Carmen Zeller-Rosenbaum auf die Suche nach dem passenden Namen gegangen, schließlich entschieden sich die zwei für Viktualienstadl, vom lateinischen Wort victualia für Lebensmittel. Auch die Öffnungszeiten werden etwas modifiziert. Der Viktualienstadl wird donnerstags künftig vor Mittag aufgeschlossen. „Ich hoffe, der alte Kundenstamm bleibt und es kommen neue Kunden dazu“, sagt Carmen Zeller-Rosenbaum.

Von Nervosität ist ihr nichts anzumerken – noch nicht. „Ich bin voller Tatendrang“, sagt die zweifache Mutter. Sie weiß ihre ganze Familie hinter sich. Jeder will im Laden mithelfen wenn nötig. Am Anfang wird auch Gabriele Auracher ihrer Nachfolgerin mit Rat und Tat zur Seite stehen. (gog)

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