Das Rathaus in Oberschweinbach.
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Das Rathaus in Oberschweinbach.

Anwohner monieren in der Bürgerversammlung Informationsdefizit

Aufregung um Bauarbeiten an der Kreisstraße

  • vonStephanie Hartl
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Probleme durch die Corona-Pandemie, die Müllentsorgung während der Bauarbeiten an der Kreisstraße und Anwohner, die nicht informiert wurden: Das waren die Themen der Bürgerversammlung in Oberschweinbach.

Oberschweinbach – Schließlich ging es auch um die Turnhalle in Günzlhofen, in der die Zuhörer an Zweier-Tischen rund zweieinhalb Stunden lang saßen.

Bürgermeister Norbert Riepl bedauerte in seinem Bericht, dass die Pandemie die 100-Jahr-Feier der Liedertafel durchkreuzt hatte. Trotz Krise sei aber auch etwas vorangegangen in der Gemeinde. So habe man in der Turnhalle erstmals seit dem Bau einen neuen Boden verlegen können – während eines normalen Schulbetriebs wäre das undenkbar gewesen. Demnächst müssen die Umkleiden saniert werden. Die Bowlingbahn soll Ende November fertig sein. Das wird auch die neue Wirtsfamilie Serrago freuen, für die es Applaus aus dem Publikum gab.

Riepl berichtete zudem vom abgeschlossenen Umbau des ersten Stocks im Rathaus. Vier Wohnungen sind an Mitarbeiter des Pflegeheims vermietet. Das spült jährlich 27 000 Euro an Mieteinnahmen in die Gemeindekasse. Eines der nächsten Projekte ist der Radweg von Oberschweinbach nach Günzlhofen. Hier stehen Grundstücksverhandlungen an.

Thema Müllentsorgung

In der Fragerunde wollte Franz Huber wissen, wie die Müllentsorgung während der Bauphase der Kreisstraße funktionieren soll. Laut einem Schreiben des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) müssten die Anwohner ihre Tonnen zum nächsten Bauabschnitt bringen. Riepl sagte, das sei vom AWB „sehr unglücklich formuliert“. Man habe schon Kontakt gehabt und es sei die ganz normale Entsorgung von der Haustür weg zugesichert worden.

Pauli Riedl monierte, dass das letzte Haus an der Kreisstraße kein schnelles Internet bekomme. Der Rathauschef nannte das einen Schildbürgerstreich. Die Gemeinde werde nach einer Lösung suchen und diese dann auf eigene Kosten umsetzen.

Nur das Schild gesehen

Matthias Luksch kritisierte, dass Anwohner der Kreisstraße – derzeit wird die Fahrbahn erneuert – nicht vorab informiert worden waren: „Wir haben nur das Schild mit dem Hinweis auf Sperrung gesehen und sonst keine Info bekommen.“ Riepl war entsetzt: „Das geht gar nicht.“ Er werde klären, warum die Kommunikation nicht geklappt hat.

Vitus Trinkl brachte den Hinweis, dass vor der Sanierung der Herrnzeller Straße wegen des Gefälles auf die Wasserführung geachtet werden muss: „Da muss man ein paar Schächte setzen.“ Riepl nahm das auf. Er bat die Bürger abschließend, Risse in Straßen zu melden.

Gast der Versammlung war Landrat Thomas Karmasin. Er sprach kurz über die finanziellen Folgen der Krise: „Es wird Einbrüche bei den Steuereinnahmen geben. Und wie die Kreisumlage aussehen wird, weiß jetzt auch noch kein Mensch.“

Schließlich fanden Ehrungen statt. So wurden Josef Geiger, Albert Auracher, Sepp Pongratz und Erwin Lugmeier für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr ausgezeichnet. Der langjährige Bauhof-Mitarbeiter Robert Lachenschmid wurde verabschiedet.

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