Die Performer versuchen auf jedem Fest, auf dem sie spielen, die Stimmung anzuheizen. Die Band feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen.

Auf Familienfesten fing alles an

Partyband mit Gute-Laune-Garantie feiert ihr Zehnjähriges

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Als Kinder haben sich fünf Buben zusammengetan, um eine Band zu gründen. Diesen Herbst feiern „Die Performer“ ihr zehnjähriges Bandjubiläum. Erst spielten sie nur auf Familienfesten, jetzt ist die Partyband auch über die Region hinaus bekannt.

Oberschweinbach – Angefangen hatte es mit Akkordeon-Unterricht, den die Brüder Michael (21, Schlagzeug) und Florian (23, Keyboard, Akkordeon, Gesang) sowie deren Cousins Sebastian (23, Gesang, Gitarre) und Korbinian Sieber (21,Gitarre, Gesang) –die beiden sind ebenfalls Brüder – im Grundschulalter bekamen. Als „Sieber Buam“ spielten sie bei Familiengeburtstagen und auch der Hochzeit des Onkels. Im Herbst 2009 kam zu der Gruppe noch Spezl Michael Neumair (21, Bass) dazu. Die Performer waren geboren.

Der größte Auftritt bis jetzt war auf dem Volksfest Dachau

Erste Auftritte folgten beim bunten Abend des örtlichen Gesangvereins sowie beim Public Viewing der Fußball-WM 2010 in der Remise in Spielberg. „Da war unser Repertoire aber noch sehr begrenzt“, so Neumair. Inzwischen spielen sie etwa 150 Lieder – auf Volks- und Stadtfesten, Vereinsfeiern oder auch Faschingsbällen. „Unser Ziel war von Anfang an, Partyauftritte in der Gegend zu absolvieren“, so Florian Sieber. „Es hat riesig Spaß gemacht und als wir gesehen haben, es klappt ganz gut, sind die Ziele auch größer geworden“, ergänzt Michael Sieber.

Auf dem Volksfest in Dachau durften sie erstmals 2014 spielen. „Das war bis dahin der größte Auftritt, da hatten wir auch enormes Glück, dass wir da rangekommen sind“, so Michael Sieber. Für jeden Auftritt wird übrigens ein individuelles Programm zusammen gestellt, es läuft nicht immer überall nach dem gleichen Schema ab. „Bei einem Burschenfest ist es ganz anders als bei einem Volksfest“, so Michael Sieber.

Die Familie unterstützt die Musiker, wo sie nur können

Manchmal kommt es auch vor, da ist die Stimmung im Publikum nicht so gut. Florian Sieber erinnert sich an ein Stadtfest in Germering. „Das wäre eigentlich total geil gewesen, aber es hat nur geregnet.“ Da tut man sich dann schon schwer, Stimmung aufkommen zu lassen. „Aber wir machen es natürlich trotzdem“, so Sebastian Sieber. „Musik spielen macht uns allen halt auch einfach Spaß“, so Florian Sieber.

Großen Rückhalt hat die Band von Anfang an von ihren Familien bekommen. „Ohne wäre es auch gar nicht gegangen“, so Michael Sieber. Sie helfen bei der Organisation, dem Schriftverkehr, bei der Buchung von Auftritten, dem Auf- und Abbau, der Licht und Tontechnik und dem Fahren mit dem Hänger, der die ganze Ausrüstung transportiert. Dreh- und Angelpunkt der Arbeit im Hintergrund ist Wolfgang Sieber, Papa von Sebastian und Korbinian und Onkel von Michael und Florian und früher ein Teil der Band „Steam Rollers“. 15 bis 20 Auftritte absolvieren die Performers pro Jahr, freilich neben Arbeit und Studium. Im Juni und Juli ist an den Wochenenden kaum Zeit für etwas anderes als für Auftritte.

Seit kurzem singt auch eine Frau bei den Performern mit

Neuestes Mitglied der Performer ist seit kurzem Stephi Schweiger. Die 22-Jährige singt seit sie 14 ist. Sie hat „Die Performer“ nach einem Auftritt in Dachau kontaktiert. Die erste Probe hat gezeigt: das passt. „Wir hatten schon immer mal wieder überlegt, wie es mit einer Sängerin wäre, aber es hat sich nie eine richtige Möglichkeit ergeben“, so Sebastian Sieber. Und das Publikum hat auch schon auf die Neue reagiert. „Früher hatten wir selten männliches Publikum in unserem Alter vorne an der Bühne stehen, jetzt wo die Stephi mitsingt, sind viel mehr Jungs da“, hat Sebastian Sieber beobachtet. Und wenn nach den Weinfesten im Oktober bis zum Start der Faschingssaison etwas Ruhe im Band-Leben einkehrt, sind sie auch froh. Aber, da sind sich alle einig: „Im Frühjahr kriegen wir alle wieder richtig Lust aufs Spielen.“

Erst vor kurzem ist in Maisach das Volksfest zu Ende gegangen. Es gab einen großen Aufreger. Und eine andere Band, „Cheerio Joe“ rockt ebenfalls seit einigen Jahren die Bühnen in der Region. 

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