Diebstahl auf der Baustelle
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Diebstahl auf der Baustelle

“Wir bauen doch keine Autobahn“

Grünes Licht für 13 Wohneinheiten: Nachbarn befürchten Lärm- und Verkehrsbelastung

  • vonStephanie Hartl
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13 Wohneinheiten mitten in Oberschweinbach: Jetzt hat der Gemeinderat grünes Licht gegeben für dieses Projekt. Nun muss das Landratsamt entscheiden.

  • 13 Wohneinheiten sollen in Oberschweinbach gebaut werden.
  • Anwohner befürchten Lärm- und Verkehrsbelastung.
  • Das Landratsamt musst noch einmal nachrechnen.

Oberschweinbach – In der Gemeinderatssitzung im April war der Bauantrag abgelehnt worden. Nun ging er mit 7:4 Stimmen durch – obwohl das Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf sich gegen das Projekt ausgesprochen hatte. Zwischenzeitlich waren die Wohneinheiten von 14 auf 13 reduziert worden.

Einige Nachbarn sind gegen das Bauprojekt

Erneut waren neben dem Bauherrn auch Nachbarn zur Sitzung erschienen. Denn nicht alle sind von dem Projekt überzeugt, sondern „nach wie vor dagegen“, wie betont wurde. Auf dem knapp 2200 Quadratmeter großen Grundstück sollen 13 Wohneinheiten entstehen, verteilt auf zwei Baukörper, jeder etwa 20 Meter lang. Der Bauherr möchte Wohnraum für Familien schaffen und setzt hierbei auf Nachverdichtung und auf die Devise Mieten statt Kaufen. Das Grundstück ähnelt in seiner Form einem Hammer. An der schmalsten Stelle erfolgt von der Straße die Zufahrt.

Größter Kritikpunkt der Nachbarn sind die Stellplätze und die vielen Menschen, die dort einziehen könnten. Für 13 Wohneinheiten müssen 26 Stellplätze geschaffen werden. Diese sind zum Teil an den Grundstücksgrenzen geplant. Die Nachbarn befürchten deshalb ein hohes Verkehrs- und Lärmaufkommen.

Landratsamt ging bei dem Bauprojekt von falschen Maßen aus

Ludwig Högenauer (CSU/DG) nannte dies „einen sensiblen Bereich“. Er sei nicht gegen die Schaffung von Wohnraum, aber die Bebauung sei ihm zu groß. Problematisch ist, dass die Kreisbehörde bei der Größe der Baukörper offenbar von falschen Maßangaben ausgegangen war. „Was ist denn jetzt Fakt?“, fragte Hardy Richard (CSU/DG).

Auch Vize-Rathauschefin Claudia Steber (CSU/DG) fand eine Entscheidung schwierig, „solange die richtigen Maße nicht geklärt sind“. Vor dem Bescheid werde das Landratsamt definitiv noch einmal nachrechnen, so Bürgermeister Norbert Riepl (CSU/DG). „Besonders wenn im Raum steht, dass im Amt Rechenfehler gemacht wurden.“

Vize-Rathauschefin Claudia Steber.

Die Bauherren und die Nachbarn sollen sich wegen dem Lärm an einen Tisch setzen

Franz Neheider (CSU/DG) vertrat nach wie vor die Ansicht: „Das passt so einfach nicht in das Viertel rein. Bei einem Neubaugebiet ja, in einen alten Kern wie hier nein.“ Wenn das Einverständnis aller Nachbarn vorliege, würde es ihm die Entscheidung leichter machen. Zudem füge sich das Vorhaben nicht in die umliegende Bebauung ein. Dritter Bürgermeister Lutz Rosenbaum (CSU/DG) betonte, dass viel Grün übrig bleibe. „Und schaut euch nur mal um, wie eng die Ein-Familien-Häuser bei uns im Ort stehen.“

Andreas Marschner (CSU/DG) regte an, Bauherr und Nachbarn sollten über den Lärmschutz sprechen. Claudia Steber meinte dazu: „Es wird aber doch nicht den ganzen Tag hin und her gefahren. Wir bauen da ja keine Autobahn durch.“ (gog)

Weitere Nachrichten aus Oberschweinbach: In der Gemeinde gibt es einen zweiten Defibrillator, der bei Herzstillstand Leben retten kann. Möglich gemacht hat dies der Burschenverein Oberschweinbach.

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