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Die Ortsverbindungsstraße von Günzlhofen nach Oberschweinbach ist gefährlich. Bei Nebel oder Dunkelheit ist es schwer einzuschätzen, wann die Straße aufhört und der Hang beginnt. Leitplanken sollen die Gefahr reduzieren.

Verkehrsschau

Gefahr bei Nebel - Leitplanken sollen helfen

Die Verkehrssituation in Oberschweinbach wurde von einer achtköpfigen Expertenrunde unter die Lupe genommen. Hauptthemen der Verkehrsschau: Dauerparker und die gefährliche Straße nach Günzlhofen.

Oberschweinbach – Neben Rathauschef Norbert Riepl (DG/CSU) und seinem Vize Lutz Rosenbaum (BV Günzlhofen) waren auch Polizei, Straßenverkehrsamt, Kreisbehörde und das Ordnungsamt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf bei der Verkehrsschau zugegen. Ein leidiges Thema sind im Ort die Dauerparker auf öffentlichen Flächen. Vor der Wirtschaft in Günzlhofen und im Klosterareal Spielberg stehen oft die privaten Pkw von Anwohnern. In Spielberg, wo 85 öffentliche Parkplätze ausgewiesen sind, stehen sogar Hänger, die teilweise abgemeldet sind. Franz Neheider (DmZ) meinte: „Ich würde hier gar nichts machen mit eingeschränkter Parkdauer, sonst parken die auf der Straße. Wenn der öffentliche Druck zu groß wird, müssen wir handeln, nicht weil sich einzelne darüber ärgern.“

Man dürfe nicht alles reglementieren, fand auch Andreas Marschner (BV Günzlhofen). „Aber wenn hier jemand gewerblich seine Fahrzeuge abstellt, das geht gar nicht.“ Lutz Rosenbaum geht es in Spielberg vor allem um die Optik. „Wir haben hier ein denkmalgeschütztes Kleinod und daneben schaut’s aus wie im Gewerbegebiet.“ Kornelia Schromm (FW Miteinander) meinte: „Das ist doch alles nur larifari und reine Theorie. Wer soll das denn regelmäßig kontrollieren?“

Ein weiteres Topthema der Verkehrsschau waren die Dauerparker. Das Foto zeigt einen Bereich des Parkplatzes am Kloster Spielberg. Hier stehen schon länger drei Hänger.

Am Ende dieses Punktes kam man überein, dass in Spielberg keine Parkscheiben-Pflicht eingeführt wird. Auch mitten im Ort sind geparkte Autos an der Straße für viele ein Ärgernis, wenn nicht gar ein Hindernis. Wenn hier jedoch keine ausdrückliche Gefährdung vorliegt, könne man das nicht verbieten, so Riepl. Er werde aber versuchen, die Anwohner darauf hinzuweisen. „Wenn’s schlimmer wird, greifen wir das Thema noch mal auf, wenn nötig mit Halteverbot.“

Ein weiterer heiß diskutierter Punkt war die Ortsverbindungsstraße Günzlhofen-Oberschweinbach. An einer Fahrbahnseite geht es den Hang hinunter. Hier könnte man Leitplanken anbringen. Denkbar wären auch Markierungen und ein Schild, das auf die Linkskurve hinweist, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Rosenbaum „appellierte dringend“ an seine Ratskollegen, hier das Thema Leitplanken zu forcieren. Bei einer Länge von knapp 200 Metern würde das Kosten von geschätzt 10 000 Euro ausmachen.

Dies unterstützten auch Marschner und Johannes Heitler (DG/CSU), die beide betonten: „Das ist schon unangenehm, da zu fahren.“ Bei diesem Thema waren sich der Bürgermeister und sein Vize uneins, welche Meinung die Experten hierzu hatten.

„Landratsamt und Polizei haben beide gesagt, Leitplanken wären sinnvoll. Warum steht das so nicht im Protokoll?“, wollte Rosenbaum wissen. Laut Riepl waren bei der Verkehrsschau beide Varianten als sinnvoll erachtet worden. Heitler verwies auf die einst sehr unfallträchtige Strecke durch den Wald Richtung Mammendorf. „Seitdem wir da Leitplanken haben, ist nichts mehr passiert.“

Man einigte sich darauf, in Sachen Leitplanken weiter zu arbeiten. In Günzlhofen kommt ein Gehweg an der Herrnzeller Straße/Ecke Schulstraße. „Ein provisorischer Streifen ist nicht machbar“, so der Rathauschef. Die Kosten sind noch offen, die Umlegung auf Anlieger muss ebenfalls noch geprüft werden.

von Stephanie Hartl

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