Im Oberschweinbacher Gemeinderat sitzen nur Räte der CSU/DG. 

Neue Gemeinderäte 

Oberschweinbach: Nur eine Liste, aber viele Junge

  • vonStephanie Hartl
    schließen

Nur eine Liste war zur Wahl in Oberschweinbach angetreten: die der CSU/Dorfgemeinschaft. Nun sitzen nur deren Räte im zwölfköpfigen Gremium. Sechs Neue werden begrüßt.

Oberschweinbach Auch in der nächsten Amtsperiode reden drei Frauen mit. Neu ist Sigena Krüger (CSU/DG) aus Günzlhofen. Die 19-Jährige ist die Jüngste im Gremium. Demnächst schließt sie die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten ab. „Mich interessieren alle Themen, besonders aber Umweltschutz und Nachhaltigkeit“, sagt sie. Auch für die Jugend möchte sie sich gerne einbringen. Und im Klosterareal in Spielberg sieht sie viel Potenzial.

Ein weiterer junger Neuzugang im Gemeinderat ist Robert Langwieder (CSU/DG). Der gelernte Schreiner (22) möchte sich für das Vereinsleben einsetzen. „Die Gemeinde liegt mir sehr am Herzen, vor allem der Erhalt des dörflichen Charakters“, sagt er. Da er Ahnung hat von Land- und Forstwirtschaft, interessieren ihn diese Bereiche besonders. „Da kenne ich mich seit Kindesbeinen aus.“ Erfahrung in einem Gremium hat er als Vize im Burschenverein gesammelt.

Und mit 33 Jahren auch noch zu den Jungen darf man Ludwig Högenauer (CSU/DG)zählen. Er ist Abwassermeister und Umwelttechniker und arbeitet als Betriebsleiter beim Abwasserzweckverband (AZV). Zudem ist er noch selbstständig im Bereich Gartenbau tätig mit den Schwerpunkten Baumpflege und Wurzelstock. Högenauer möchte sich gerne da einbringen, wo „Kompetenzen gebraucht werden“. Denkbar wären für ihn der Bauausschuss sowie der Energie- und Umweltausschuss. Ein Sitz im Verbandsrat des Wasserzweckverbands würde ihn ebenfalls interessieren. Mit der Arbeit in Gremien kennt sich Högenauer aus. Er war lange Zeit Burschenchef, auch mal Kassier des Vereins. Zudem ist der 33-Jährige aktiver Feuerwehrmann.

Früher spielten der wiedergewählte Bürgermeister Norbert Riepl (CSU/DG) und er zusammen Theater, nun sitzt Tobias Pongratz (CSU/DG) mit Riepl im Gemeinderat. Der 35-Jährige möchte sich gerne einbringen. Generell sei alles interessant. Allerdings müsse man als Neuling „erst reinwachsen“, sagt er. Der Bankkaufmann war überrascht, dass ihn die Wähler bei seiner ersten Gemeinderatskandidatur gleich auf Platz drei gewählt haben. Pongratz ist gebürtiger Oberschweinbacher. 2007 hatte er von Riepl die Leitung der Theatergruppe des Sportvereins VSST übernommen, da spielten sie auch ein letztes Mal zusammen auf der Bühne. Jetzt geht es auf die politische Bühne.

Ebenfalls aus den Reihen des Sportvereins VSST ist Mario Küpper (CSU/DG). Für den 40-Jährigen, den es vor sechs Jahren mit seiner Ehefrau nach Oberschweinbach zog, ist die Arbeit in Gremien kein Fremdwort: Seit 2018 ist er VSST-Chef, in seiner Heimat, dem Ruhrgebiet, war er in der Jugendarbeit für die Kirche tätig. Küpper ist gelernter Bierbrauer und arbeitet derzeit als Betriebsrat einer Münchner Brauerei. Beruflich ist er daher in vielen überregionalen Ausschüssen tätig. „Wir Neuen brauchen sicher erst einmal eine Phase, um warm zu werden“, betont Küpper. Er hat sich vorgenommen, „gute Lösungen für Oberschweinbach zu finden“.

Silvia Pongratz (CSU/DG) will sich erst einmal in Ruhe die Arbeit im Gemeinderat ansehen. Die 55-Jährige freut sich auf neue Herausforderung, betont aber: „Das ist komplettes Neuland für mich.“ Die Bankkauffrau ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn und seit kurzem auch einen Enkel. Die diesjährige Kommunalwahl in Oberschweinbach mit nur einer Liste bezeichnet sie als „sehr ehrlich“, denn jeder Kandidat konnte nur eine Stimme bekommen. Sie bekam knapp 400 Stimmen von den Oberschweinbacher Wählern.

Silvia und Tobias Pongratz sind übrigens über Umwege verwandt. Der Vater von Tobias Pongratz und der Ehemann von Silvia Pongratz sind Cousins.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare