Schön, aber nicht barrierefrei: Das Rat haus der Gemeinde Oberschweinbach steht im Ortsteil Spielberg.

Am Ostgiebel 

Rathaus-Zugang wird barrierefrei

Am Rathaus im Ortsteil Spielberg darf nun doch ein barrierefreier Zugang gebaut werden, und zwar am Ostgiebel. Dabei hatte es vor Jahren geheißen: keine Chance.

Oberschweinbach – In der Sitzung Anfang Juli hatten die Gemeinderatsmitglieder im Rahmen des neuen Antrags bei der Städtebauförderung noch diskutiert, sich einen möglichen Zugang mittels Rampe zum Rathaus nicht verbauen zu wollen. Das Vorhaben müsste schließlich bei der Ergänzung der Klostermauer berücksichtigt werden. Deshalb hatte das Gremium dies im Antrag in einem Zusatz ergänzt. Auch seitens der Kreisbaumeisterin Karin Volk gab es laut Bürgermeister Norbert Riepl (DG/CSU) die Aussage: „Das macht Sinn.“

Riepl hatte die sitzungsfreie Zeit in der Sommerpause genutzt, um die ganzen Notizen durchzugehen, die sich seit 2012 zum Thema Barrierefreiheit am Kloster angesammelt hatten. „Alles darin war knallhart negativ“, so der Rathauschef. „Das Landratsamt war also komplett dagegen“, fragte Kornelia Schromm (FW Miteinander). Riepl bejahte.

Nun hatte er bei einem Termin in der Kreisbehörde überraschend „grünes Licht“ bekommen für den Anbau einer Rampe am Ostgiebel. Für diese Kehrtwende könnte es mehrere Gründe geben, so Riepl. Denkbar sei eine andere Nutzung im ersten Stock. Die Gemeinde lässt die bestehenden Wohnungen umbauen. Das gegenüber liegende Altenheim will diese als Dienstwohnungen anmieten. Das könnte den Ausschlag für die Entscheidung der Behörde gegeben haben. „Wir sollten diese Chance wahrnehmen“, forderte Riepl.

Kosten liegen derzeit keine vor, da die zuständige Architektin noch daran arbeitet. Vor Jahren gab es schon mal Angebote für einen barrierefreien Zugang zum Rathaus. Damals war von einer Summe in Höhe von 20 000 Euro die Rede. Die weiteren Details sollen im Ausschuss geklärt werden, ehe der Gemeinderat entscheidet.

Vize-Bürgermeister Lutz Rosenbaum (BV Günzlhofen) nannte das Projekt „eine super Geschichte“ und betonte, dass das Rathaus in Odelzhausen (Landkreis Dachau) „ringsum berampt“ sei. Das sollte man im Hinterkopf behalten, falls wieder die Frage nach dem Denkmalschutz auftaucht.

Johannes Heitler (DG/CSU) meinte: „Ich bin froh, dass wir vor Jahren, als das diskutiert wurde, nicht in die Knie gegangen sind.“ Damals schlug das Landratsamt vor, einen barrierefreien Zugang nur über den Sitzungssaal zu genehmigen. „Nun haben wir also doch eine Lösung gefunden.“

Das Gremium votierte einstimmig dafür, den Zusatz über den barrierefreien Zugang am Ostgiebel beim Beschluss zur Städtebauförderung mit aufzunehmen.

von Stephanie Hartl

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