VSST-Chef Mario Küpper zeigt das eingeschlagene Fenster an der Vereinshütte.
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VSST-Chef Mario Küpper zeigt das eingeschlagene Fenster an der Vereinshütte.

Vandalismus

Spur der Verwüstung zieht sich durch Günzlhofen

  • vonStephanie Hartl
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Oberschweinbach – Im Ortsteil Günzlhofen geht die Serie von Einbrüchen und Vandalismus weiter. Nach dem Einbruch in die Hütte des Sportvereins VSST (wir berichteten) wurde nun die neue Fassade an der Montessori-Schule beschädigt.

Anke Bille, die Vorsitzende der Montessori-Schule, ist fassungslos angesichts dieser jüngsten Tat. „Das muss jemand mit einem massiven Stein verursacht haben“, vermutet sie auf Tagblatt-Nachfrage.

Einer Lehrerin war am Donnerstag die beschädigte Fassade am unteren Eingang aufgefallen. Zudem wurde auch ein schwerer Pflanzenkübel direkt vor die gläserne Eingangstür geschoben, so dass die Kinder, die derzeit in der Notbetreuung sind, nicht hinaus auf den Pausenhof gelangen konnten. Die Polizei war erneut vor Ort, wie auch schon einige Tage zuvor am Sportplatz. Wie hoch der Schaden ist, kann Anke Bille derzeit noch nicht sagen. Sie hofft, dass die Fassade schnell repariert werden kann.

Bereits am Montag vergangener Woche war die Polizei nach Günzlhofen gerufen worden. Spaziergänger hatten die eingeschlagene Scheibe an der Hütte des Sportvereins bemerkt. VSST-Chef Mario Küpper fehlen angesichts dieses Vorfalls fast die Worte: „Das ist eine absolute Schweinerei. Das ist das größte Maß an Feigheit, wirklich beschämend.“

Denn bereits im Herbst hatte es einen erfolglosen Einbruch ins Kinderhaus gegeben. Vor Kurzem wurde in den Bauwagen des Waldkindergartens eingebrochen. „Hier wird böswillig Eigentum von Kindergarten, Schule und Verein zerstört“, schimpft Küpper.

Die beschädigte Fassade an der Montessori-Schule. Einer Lehrerin war das Loch am Donnerstag aufgefallen.

In die VSST-Hütte wurde gleich an zwei Stellen versucht, einzubrechen. So wurde die Fensterscheibe am Geräteraum zerstört und versucht, das Fenster zum Hauptraum zu öffnen, wie Spuren zeigen. Zudem wurde der Unterstand grob zugemüllt. Neben den Glasscherben am Boden zeugen noch Spuren von Asche und Zigaretten vom Akt der Verwüstung. Gestohlen wurde wohl nichts. Die Polizei hat Fingerabdrücke und DNA-Spuren gesichert.

„Das ist grober Vandalismus. Wir vom Verein werden verstärkt ein Auge auf alles haben. Und es wird wirklich alles zur Anzeige gebracht. Es gibt null Toleranz“, so Küpper. Für den Verein sei es „doppelt ärgerlich“, denn nach dem ersten Lockdown habe man im Frühsommer die spielfreie Zeit der Fußballer für Sanierungsarbeiten am Sportplatz genutzt. Die Polizei hat nach dem Vorfall, der sich wohl zwischen Sonntag und Montag ereignet hat, erneut eine Streife zur Kontrolle vorbeigeschickt.

Auch Oberschweinbachs Bürgermeister Norbert Riepl ist sauer. Er hat seinem Ärger bereits im Gemeindeblatt „Lindwurm-Kurier“ Luft gemacht. „Wir haben euch auf dem Radar“, schickte er jüngst eine Warnung an die Randalierer. Die Gemeindeverwaltung werde das ab sofort rigoros verfolgen und sanktionieren lassen. „Entsprechende Peinlichkeiten können wir den Betreffenden und deren Eltern nicht länger ersparen“, schreibt der Rathauschef. Er bittet zudem die Bürger (die großen und die kleinen) darum, besonders aufmerksam zu sein und sich vertraulich zu melden, wenn etwas Entsprechendes beobachtet wurde. Er vermutet, dass es sich bei den Tätern um gelangweilte, unbeaufsichtigte Jugendliche handeln dürfte.

Die Polizei sucht nach Zeugen. Hinweise werden entgegengenommen unter Telefon (0 81 41) 61 20.  gog

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