Bunte digitale Welt: In „Speedpipes“ werden die Glasfaserkabel eingezogen.
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Bunte digitale Welt: In „Speedpipes“ werden die Glasfaserkabel eingezogen.

Oberschweinbach

Zwei Fördertöpfe für Glasfaser

  • vonStephanie Hartl
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In einem Jahr könnte das Rathaus der Gemeinde mit Glasfaseranschluss und schnellerem Internet versorgt sein. Derzeit läuft die Markterkundung im Rahmen der neuen Bayerischen Gigabit-Richtlinie. Bis Freitag können Netzbetreiber oder Investoren Kommunen mitteilen, ob sie in den kommenden drei Jahren einen eigenwirtschaftlichen Ausbau planen.

Doch in Oberschweinbach zeichnet sich ab, dass dafür wohl keine Angebote eingehen. Deshalb hat die von der Gemeinde beauftragte Unternehmensberatung empfohlen, die Arbeiten auszuschreiben.

Die Gesamtkosten für den Ausbau werden auf rund 40 000 Euro geschätzt. Das Förderprogramm des Freistaats hierfür läuft bis Ende 2021, bezuschusst werden 80 Prozent. Oberschweinbach müsste noch 8000 Euro zahlen.

Aus diesem Fördertopf werden jedoch nur Verwaltungsgebäude, Rathäuser und Schulen bezuschusst. Der Rest des Ortes wird im Rahmen dieser Fördermaßnahme des Breitbandausbaus nicht berücksichtigt – Zuschüsse gibt es jedoch aus einem anderen Programm des Freistaats.

Ludwig Högenauer (CSU/DG) befürchtete, es sei ein falsches Signal, dass das Rathaus einen Glasfaser-Anschluss bekomme, der Rest des Ortes aber noch warten müsse. „Wir wissen, dass das nicht optimal ist, aber diese Förderung gibt es nur noch heuer“, antwortete Bürgermeister Norbert Riepl (CSU/DG). Und man sei sich bewusst, dass es dringenden Handlungsbedarf gebe.

Derzeit werden die Versorgungslücken im Ort eruiert. Wenn das abgeschlossen ist, kann es weitergehen. „Es wäre günstig, wenn der Ausbau dann Hand in Hand laufen könnte, auch wenn es zwei verschiedene Fördermaßnahmen gibt“, fand Andreas Marschner (CSU/WG).

Das Gremium votierte gegen eine Stimme für die Ausschreibung des Ausbaus. Die erfolgt, sobald die Markterkundung beendet ist.  gog

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