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Neue Wohnungen

Regenbecken soll Bauen möglich machen

Bei dem geplanten Baugebiet Schlossfeld Süd ist die Gemeinde Oberschweinbach einen großen Schritt vorangekommen. Der Gemeinderat hat sich jetzt einstimmig auf eine Entwässerungs-Variante geeinigt, die dem Abwasserzweckverband (AWZV) empfohlen wird. Entscheiden darüber wird letztendlich der Verband, der dafür zuständig ist.

Oberschweinbach –  „Heute werden wir den Durchbruch schaffen“, sagte Bürgermeister Norbert Riepl (DG/CSU). Lange schon hatte man sich mit der Thematik Entwässerung befasst, stets auf der Suche nach der besten und kostengünstigsten Lösung. Die oberste Prämisse sei gewesen, dass die „Unterlieger“, sprich die bestehenden Häuser, nicht gefährdet werden dürfen durch die zusätzliche Versiegelung, die der Neubau mit sich bringt. Ganz unproblematisch ist das Vorhaben nicht. Denn das Gelände liegt erstens am Hang und zweitens in einer kleinen Senke. Bei Starkregen ergibt sich das Problem, dass das Oberflächenwasser entsprechend abgefangen und dann gedrosselt in den Kanal abgeführt werden muss.

Derzeit ist noch ein Acker zu sehen, wo bald 17 Wohnungen entstehen sollen. Geschätzt 40 bis 60 Menschen sollen dort ihr neues Zuhause finden. Das zuständige Ingenieurbüro Steinbacher Consult (Augsburg) hatte drei Varianten zur Entwässerung ausgearbeitet, die nun dem Gremium präsentiert wurden.

Bei Variante eins war ein Stauraumkanal im Baugebiet mit privaten Rückhaltungen vorgesehen, sprich auf jedem Grundstück Regenwasserzisternen. Mit knapp 620 000 Euro die teuerste Variante. Möglichkeit Nummer Zwei ist identisch mit Variante eins, nur ohne die privaten Zisternen. Technisch ist das eher nachteilig, da das Wasser unterhalb des Kanals eingeleitet werden muss (Kosten: 582 000 Euro). Die dritte Lösung setzte sich dann durch. Hierbei gibt es eine sogenannte gewässernahe, offene Rückhaltung, sprich im Baugebiet selbst gibt es keine Rückhaltung. Ein offenes Regenbecken oberhalb des Dorfweihers wird hierfür errichtet, in den Weiher wird dann das Wasser eingeleitet. Das würde etwa 432 000 Euro kosten, plus der Kosten für die Grundstücke, die die Gemeinde erwerben muss, um dort das Becken zu bauen.

Das sei laut Rathauschef Riepl aber „nur ein Nebengeräusch, also wirklich eher unbedeutend“. Auch der Abwasserzweckverband favorisierte die dritte Variante, wie Vize-Bürgermeister Lutz Rosenbaum (BV Günzlhofen), der auch der Verbandsvorsitzende ist, betonte. „Bei einer zentralen Rückhaltung liegt die Kontrolle bei uns.“ Bei einer privaten, dezentralen Lösung mit Zisternen funktioniere das System oft nicht. Es sei einfach besser, die Grundstücke gemeinsam zu entwässern. Das Gremium votierte einstimmig für Variante drei als Empfehlung an den AWZV. (gog)

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