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Betreuen den hergerichteten Jugendwagen: Anna (r.) und Marie Gamperling. 

Neues Angebot

Sie machen den Jugendwagen zum angesagten Treffpunkt

Der Jugendwagen, den die Gemeinde anstelle eines Raumes für seine Jugendlichen am Ort zur Verfügung gestellt hat, ist eingerichtet worden, hat inzwischen geöffnet und wird gut angenommen. 

Oberschweinbach – Als Betreuer sind Anna Gamperling (20 Jahre) und ihre Schwester Marie (19) dafür zuständig, dass kein Treffen aus dem Ruder läuft, was den Lärmpegel betrifft – aus Rücksicht auf die umliegenden Nachbarn. Auch Alkohol und Zigaretten sowie selbstverständlich Drogen sind dort oben, Standort Klostergarten, verboten.

Die beiden Schwestern kennen sich aus mit der Betreuung von Jugendgruppen. Seit sie selbst vor einigen Jahren Kommunion gefeiert haben, gehören sie zur Ministranten-Gruppe und sind bei der sogenannten Mini-Fahrt, dem Ausflug der Ministranten alle zwei Jahre, immer dabei, ebenso wie beim Wochenende für die Firmlinge. Auf die Idee gekommen, sich nun auch noch als Betreuer beim Jugendwagen zur Verfügung zu stellen, sind sie durch ihre Mutter, Oberschweinbachs Gemeinde-Sekretärin Steffi Gamperling.

Beim ersten Treffen der Jugendlichen in ihrem eigenen Domizil, das inzwischen mit Couch und Barhockern richtig wohnlich wirkt, waren immer mal wieder sechs, sieben Kinder und später auch Jugendliche da. „Das war eigentlich ein Kommen und Gehen“, so Anna Gamperling. Manche Gesichter kannten die beiden Schwestern bisher nur aus dem Bus, mit anderen Jugendlichen sind sie gut bekannt oder auch befreundet. „Manchmal macht es das leichter, aber manchmal auch nicht“, sind sie sich einig, dass es nicht immer hilfreich ist, wenn der gute Kumpel plötzlich Aufsichtsperson ist und vielleicht mal ein Machtwort sprechen muss.

Als sie selbst noch im Teenager-Alter waren, gab es ein solches Angebot nicht in ihrer Heimatgemeinde. „Aber ich hätte das schon schön gefunden mit einem Jugendraum, wo man sich treffen kann“, sagt Marie.

Programm wird keines gemacht. Die Jugend darf entscheiden, was sie machen will. Bei schönem Wetter wird auch vor dem Wagen Fußball gespielt, Brettspiele sollen nach und nach kommen und via Smartphone sind sowie alle in ständigem Kontakt. Der Jugendwagen hat nach den Ferien immer montags und freitags von 17 bis 22 Uhr geöffnet – so lautet zumindest der Plan bis zu den Semesterferien. Wie es dann weitergeht und ob die beiden Schwestern dann bedingt durch das Studium an der Uni Augsburg kürzer treten oder gar ganz aufhören müssen als Betreuer, steht noch nicht fest. gog

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