Viele packen an: die 2017 gewählte Vorstandschaft des Fördervereins Klosterhof mit (vorne v.l.) Jens Poppe, Inno Heiss, Marc Koch, Lucia Wurstbauer, (hinten v.l.) Markus Zifreund, Robert Dobner, Christian Denneler, Michael Wolf (mittlerweile ausgeschieden), Heidi Göbel, Anni Steber, Uschi Eiss, Thomas Reilich, Holm Keller, Sabine Dommermuth, Harald Rösch, Ehrenvorsitzender Hans Hartl und Werner Jäger.
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Viele packen an: die 2017 gewählte Vorstandschaft des Fördervereins Klosterhof mit (vorne v.l.) Jens Poppe, Inno Heiss, Marc Koch, Lucia Wurstbauer, (hinten v.l.) Markus Zifreund, Robert Dobner, Christian Denneler, Michael Wolf (mittlerweile ausgeschieden), Heidi Göbel, Anni Steber, Uschi Eiss, Thomas Reilich, Holm Keller, Sabine Dommermuth, Harald Rösch, Ehrenvorsitzender Hans Hartl und Werner Jäger.

Dörfliches Mega-Projekt

Sie planen ein Café im früheren Kloster in Spielberg

  • vonStephanie Hartl
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Es wird das größte Projekt für Oberschweinbach in den kommenden Jahren sein: der Umbau auf dem Klosterareal in Spielberg.

Oberschweinbach – Der alte Pferdestall im ehemaligen Kloster Spielberg bekommt ein ganz neues Gesicht: Entstehen sollen dort ein Tagescafé, mehrere Mehrzweckräume, Küche und Toiletten. Im Oktober 2020 hatte der Gemeinderat die Zwei-Millionen-Euro-Investition einstimmig auf den Weg gebracht – der Hauptteil wird durch Fördergelder finanziert.

Bei der Abstimmung im Gemeinderat waren auch drei Vertreter des Fördervereins Klosterhof anwesend. Der gemeinnützige Verein spielt eine Schlüsselrolle bei dem Vorhaben, denn er wird in Kooperation mit der Gemeinde das geplante Tagescafé übernehmen. Vorsitzender Marc Koch, Vize Inno Heiß und Ehrenvorsitzender Hans Hartl hatten damals verfolgt, wie Architektin Anette Primpke dem Gemeinderat die Planungen präsentierte.

Zur Investition sagt Koch „Klar, das ist eine Zahl mit vielen Nullen.“ Doch die Gemeinde müsse nur rund 285 000 Euro aufbringen, der Rest wird aus dem Förderprogramm „Innen statt Außen“ der Regierung von Oberbayern finanziert. Trotzdem müsse sich die Gemeinde „nach der Decke strecken“, sagt Koch, das sei allen bewusst. „Aber du kriegst dann dafür ein Riesending.“

Das Gebäude bietet einzigartige Möglichkeiten

Die denkmalgeschützte Anlage sei einzigartig – und nun biete sich die Chance, diese mit Leben zu füllen, so Koch. „Einige können sich vielleicht nicht vorstellen, was daraus werden kann, andere sehen das Potenzial der Anlage sofort.“ Das Schlimmste in seinen Augen wäre, die Räume und Gebäude nur gemäß den Denkmalschutzauflagen gerade so in Schuss zu halten, „dass nichts auseinander fällt“. Vielmehr müsse man die Möglichkeiten nutzen.

Brucker Forum und die Volkshochschule Mammendorf wollen dort Kurse und Veranstaltungen anbieten. Der Gemeinderat stimmte diesen Plänen zu.

Bis dahin war es ein weiter Weg. Seit 2017 sammelt der Förderverein Ideen, wie das Areal genutzt werden könnte. 2018 wurde dem Gemeinderat ein erstes Konzept vorgelegt. Es folgten Workshops, in denen an den Planungen gefeilt wurde. „Wir wollten das bewusst in die Breite tragen und die Bevölkerung miteinbeziehen“, erklärt Koch.

Arbeitstreffen im alten Pferdestall

Auch das Foto von einem Workshop im ehemaligen Pferdestall entstand vor der Pandemie.

Arbeitstreffen fanden auch im ehemaligen Pferdestall statt – an dem Ort, über den man vor allem nachdachte. Dort wurde aber nicht nur mit dem Kopf gearbeitet, sondern auch ganz tatkräftig mit den Händen: Der Putz wurde von den Wänden geschlagen – natürlich in Rücksprache mit dem Denkmalamt.

Die Idee des Cafés ist schnell erklärt: Damit will man Teilnehmer von Kursen an das Areal binden. Auch Besucher von Veranstaltungen in der Remise werden sich freuen, wenn sie Gelegenheit dazu haben, vor Ort etwas zu essen oder zu trinken.

Das Café werden die Gemeinde und der Förderverein gemeinsam betreiben. Wie das konkret aussieht, steht noch nicht im Detail fest.

35 Menschen wollen mit anpacken

Auch wenn es von der Theorie in die praktische Umsetzung der Pläne geht, wird man viele helfende Hände brauchen. Daher hatte der Verein Ende 2020 nochmals um Helfer für die einzelnen Arbeitskreise geworben. Mit Erfolg: Etwa 35 Leute haben sich gemeldet, darunter sind viele neue Gesichter. Sie alle wollen sich einbringen, ob beim Klostercafé, bei geplanten Veranstaltungen seitens des Vereins, im Technik- und EDV-Bereich oder auch bei Organisatorischem, wenn es um Steuer und Versicherungen geht.

Vereinsvorsitzender Koch hofft, dass alles klappt: „Ich bin frohen Mutes. Aber ich bin auch Realist. Es kann sein, dass es Rückschläge gibt, weil manches nicht funktioniert.“

Laut Architektin könnte das Areal im März 2023 komplett fertig sein. Genug Zeit für Gemeinde und Förderverein, im Vorfeld detailliert und gemeinsam zu planen. Sobald es die Pandemie zulässt, sollen wieder Treffen angesetzt werden.

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