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Jürgen Lieberam war seit 2003Schützenmeister.   

Jahresversammlung steht an 

Vereinsfunktionär tritt nach einem Vierteljahrhundert ab

Bei den Hubertusschützen geht am Freitag eine Ära zu Ende. Der langjährige Schützenmeister Jürgen Lieberam legt bei der Jahresversammlung (19.30 Uhr, Schützenheim) sein Amt nieder. „Der Entschluss ist unverrückbar“, sagt der 62-Jährige: „Ich höre auf.“

Oberschweinbach – Seit 1996 ist der ursprünglich aus Hessen stammende Lieberam nun schon bei den Hubertus-Schützen aktiv, insgesamt blickt er auf eine 25-jährige Tätigkeit als Funktionär zurück. Er war Vorsitzender des Sportvereins VSST Günzlhofen, war dort als Fußballtrainer tätig, gründete das Seniornteam gemeinsam mit Peter Jäger. Und Lieberam war sowohl bei den Keglern aktiv als auch Schiedsrichter unterwegs. Zu den Hubertusschützen kam einst, wie er selbst sagt, „als blutiger Anfänger“. Seine ersten Gehversuche mit Luftgewehr und -pistole fanden noch in der inzwischen abgerissenen Wirtschaft statt. Seit 2000 ist der Schützenverein mit seinem Vereinsheim und den 13 Schießständen im Klosterareal Spielberg untergebracht, im selben Gebäude wie die Feuerwehr. Fünf Jahre nach dem Beitritt wurde Jürgen Lieberam Jugendleiter und übernahm schließlich 2003 von Sepp Hartmann das Amt des Schützenmeisters.

Aber nun ist Schluss mit allen Ämtern und Funktionärstätigkeiten bei den Hubertus-Schützen. „Eigentlich hätte ich gerne noch das 100-Jährige gemacht“, sagt er. Aber weitere sechs Jahre, also zwei Amtseinheiten, wollte er sich nicht mehr an den Verein binden. Das Jubiläum findet im Sommer 2021 statt.

Die Zeit sei nun gekommen, endgültig einen Schlussstrich zu ziehen. „Ich bin froh über die wieder gewonnene Freizeit“, sagt der Vater vierer erwachsener Kinder. Vor allem Gattin Helga, ebenfalls seit langen bei den Schützen aktiv und ehrenamtlich tätig, musste viel zurückstecken, wie er betont. Doch diese Zeiten sind nun bald vorbei – einzig sein Amt als dritter Gauschützenmeister im knapp 60 Vereine starken Gau Fürstenfeldbruck wird Lieberam behalten. Und im Team der Luftgewehr-Auflage, vergleichbar mit einer AH, wie er sagt, bleibt er auch.

Es gab in seiner langen Zeit viele schöne Momente, etwa die Hochzeiten und die Aufstiegs-Feiern – das Gesellige eben. Doch auch traurige Anlässe wie die Beerdigungen langjähriger Mitglieder gehörten dazu. Bei den traditionellen Grab-Reden legte Jürgen Lieberam sehr viel Wert darauf, sie auf das verstorbene Mitglied abzustimmen. „Jeder war etwas Besonderes, es gab niemals die gleiche Rede. Die persönliche Verabschiedung war mir immer sehr wichtig.“

Der Rückzug von seinem Amt ist aber kein Abschied vom Verein. Jürgen Lieberam wird seinen Nachfolger, wer das auch sein wird, unterstützen, wenn das nötig ist. „Ich stehe dem Verein weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.“ Ins kalte Wasser geworfen werde der neue Schützenmeister also nicht. Stephanie Hartl

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