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Neue Idee: Im Obergeschoss dieses Hauses sollen die Wohnungen entstehen.

Planungen in Oberschweinbach

Wohnungen für Pflege-Azubis im früheren Kloster

Bald füllt sich das Obergeschoss im Kloster Spielberg wieder mit Leben. Denn die Gemeinde plant die Sanierung des ersten Stocks. Entstehen sollen dort Wohnungen für die Angestellten des gegenüber liegenden Altenheims. Wie viele Zimmer oder Appartements, ist noch offen.

Oberschweinbach – Fast 20 Jahre ist es mittlerweile her, dass die Gemeinde das Kloster mitsamt allen dazugehörigen Anlagen erworben hat. Seitdem wurde die Gemeindeverwaltung von Günzlhofen hierher verlegt, das bestehende Altenheim abgerissen und ein neues gebaut, das 2008 eröffnet wurde. Im Kloster befinden sich im Erdgeschoss Rathaus und Abwasserzweckverband. Das Obergeschoss, wo einst die Klosterschwestern in ihren Zimmern lebten, ist verwaist, seitdem die letzten sieben Franziskanerinnen das Kloster Spielberg 1999 verlassen haben, um in ihr Mutterhaus nach Reutberg im Tölzer Land zurück zu kehren. Der Franziskanerorden hatte das Kloster 1899 erworben.

An der Stelle, wo heute das Altenheim von Casa Reha steht, befand sich früher bereits eine Invalidenanstalt, später wurde es als Müttergenesungsheim und als Sanatorium für Lungenkranke genutzt. 1952 wurde es dann endgültig zum Altenheim umgebaut. Als den Franziskaner-Schwestern die Nachfolgerinnen ausblieben, wurde die Einrichtung in Spielberg geschlossen und die Gemeinde entschloss sich zum seinerzeit vieldiskutierten Kauf der Millionen-Anlage. Es gab in den Jahren seit dem Kauf einige Gedankenspiele, was im Obergeschoss untergebracht werden könnte.

Kindergarten, Jugendräume, Büros – alles Mögliche kam ins Spiel. Problem: das Gebäude ist denkmalgeschützt, ein Umbau also nicht unproblematisch. Doch nun, mit reiner Wohnbebauung, ist eine zweite Außentreppe, wie es bei anderen Varianten gefördert wäre, nicht nötig, berichtete Bürgermeister Norbert Riepl (DG/CSU). Der Konzern, zu dem das Altenheim Casa Reha gehört, sucht dringend Wohnräume für seine Mitarbeiter. „Speziell für Auszubildende“, so der Rathauschef.

Für zehn Jahre wolle der Konzern die Wohnungen anmieten. Wie genau das einmal aussehen soll, steht allerdings jetzt noch in den Sternen. Die Gemeinde braucht zunächst den Antrag des künftigen Mieters, doch der steht noch aus. Riepl: „Erst dann können wir in die Planungen gehen und Geld ausgeben.“

Stichwort Geld: Im Haushalt sind für heuer bereits 200 000 Euro eingestellt worden für den Umbau des Rathaus-Obergeschosses, in den Folgejahren sind weitere Beträge festgesetzt. Wenn der Antrag vorliegt, wird die zuständige Architektin Annette Primpke beauftragt, verschiedene Varianten vorzulegen. „Möglichst viele, möglichst kleine Wohnungen“ sollen es wohl werden, vermutet Riepl. Das Gremium stimmte der geplanten Umnutzung geschlossen zu.  (gog)

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